Elektronische Patientenakte (ePA) wird kaum genutzt
95 Prozent der gesetzlichen Versicherten wissen, was die ePA ist. Aktiv genutzt wird sie aktuell aber kaum. Das zeigt das Datenbarometer der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, welches regelmäßig Umfragen zu Datenschutzthemen durchführt. Seit Januar 2025 haben alle gesetzlich Versicherten von ihrer Krankenkasse eine Akte eingerichtet bekommen. 7 Prozent der Befragten geben an, dem widersprochen zu haben – mehr als die Hälfte davon wegen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken. 12 Prozent haben die ePA aktiv eingerichtet und seien damit potenziell als aktive Nutzer zu rechnen. 79 Prozent sieht die Umfrage als passive Nutzer. Das könnte sich allerdings bald ändern. Denn 45 Prozent der Befragten geben an, die ePA innerhalb der nächsten sechs Monate aktiv verwenden zu wollen. Hauptgründe dafür, das bisher nicht getan zu haben, sind fehlender Bedarf (42 Prozent) und Zeitaufwand der Aktivierung (26 Prozent). Das konkrete Wissen über die Akte ist ausbaufähig: So wissen nur 36 Prozent, dass sie Dokumente selbst aus der ePA entfernen können. 43 Prozent haben den Irrglauben, die Akte werde erst mit ihrer Registrierung und Nutzung eingerichtet. Mögliche zukünftige Funktionen stoßen bei den Versicherten auf breite Zustimmung: Eine leicht verständliche Darstellung von Behandlungsergebnissen würden 93 Prozent begrüßen, die digitale Version des Impfpasses finden 88 Prozent gut und auch eine automatische Auswertung der Gesundheitsdaten zur Ableitung von Aussagen zu möglichen Krankheitsbildern sehen 71 Prozent positiv. Die Umfrageergebnisse im Detail lesen Sie unter www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Datenbarometer/ePA-Bericht.pdf.
