AIDS 2026: Die globale HIV-Bekämpfung steht an einem Wendepunkt
Vom 26. bis 31. Juli 2026 findet in Rio de Janeiro die 26. Internationale Aids-Konferenz (AIDS 2026) statt. Angesichts drastischer Kürzungen internationaler Fördermittel, zunehmender Anfeindungen gegenüber Menschen mit HIV und besonders betroffenen Gruppen sowie der Gefährdung wichtiger globaler Strukturen wie UNAIDS gilt die Konferenz als richtungsweisend für die Zukunft der weltweiten HIV-Bekämpfung.
Unter dem Motto „Rethink. Rebuild. Rise.“ kommen Menschen mit HIV, Wissenschaft, Politik, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft zusammen, um über Strategien für eine wirksame Prävention, Behandlung und Versorgung zu beraten. Die Deutsche Aidshilfe warnt davor, dass die bisherigen Erfolge im Kampf gegen HIV gefährdet sind. Ohne ausreichende Finanzierung, den Schutz der Menschenrechte und die Einbindung der Communitys drohen steigende Infektionszahlen und vermeidbare Todesfälle.
Gleichzeitig setzt die Konferenz ein Zeichen der Hoffnung: Sie erinnert an die Vorstellung der ersten wirksamen HIV-Kombinationstherapien vor 30 Jahren, die den Verlauf der Epidemie grundlegend verändert haben. Ob das Ziel der Vereinten Nationen, Aids bis 2030 als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit zu beenden, erreicht werden kann, hängt nun maßgeblich von den politischen Entscheidungen der kommenden Jahre ab.
Für die Deutsche Aidshilfe beobachtet und kommentiert Pressesprecher Holger Wicht die Konferenz in Rio. Er ist ab Samstag vor Ort, die Aidshilfe NRW wird die wichtigsten Entwicklungen der Konferenz an dieser Stelle wiedergeben.
Weitere Informationen zur Konferenz findest du unter iasociety.org.
