Aidshilfe bleibt stabil – für Solidarität, gegen Spaltung
Mit der Kampagne #AidshilfeBleibtStabil setzt die Deutsche Aidshilfe ein klares Zeichen: Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz. Wir stehen zu unseren Werten – und an der Seite all unserer Communitys!
Menschenverachtende Ansichten sind in den letzten Jahren immer sichtbarer geworden. Rechtspopulistische Forderungen, autoritäre Vorstellungen, rassistische Vorurteile und Hetze gegen Emanzipation und Vielfalt brechen sich immer weiter Bahn. Sie treffen ganz besonders diejenigen Gruppen, für die wir uns stark machen: Menschen mit HIV, Schwule, Lesben, Bisexuelle und andere Queers, trans, nicht-binäre und inter Personen, Menschen in Haft, mit Migrationsgeschichte, in der Sexarbeit, Drogen konsumierende, kranke und behinderte Personen – all diese Gruppen werden von der zunehmenden Menschenfeindlichkeit massiv bedroht.
Das zeigen zum Beispiel queerfeindliche Angriffe und Aufmärsche gegen CSDs, die immer härter werdende Migrations- und Asylpolitik, die transfeindliche Forderung, das Selbstbestimmungsgesetz zurückzunehmen, antifeministische Angriffe in sozialen Medien oder verachtende Äußerungen gegen Menschen mit Behinderung. Auch Aidshilfen werden immer öfter direkt attackiert; insgesamt gerät zivilgesellschaftliches Engagement zunehmend unter Druck: Förderungen werden gestrichen, demokratiestützende Organisationen diskreditiert.
Kern von HIV-Prävention ist aber: Menschen können ihre Gesundheit nur selbstbestimmt schützen, wenn sie ohne Angst vor Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung leben können. Mit unserer Kampagne #AidshilfeBleibtStabil sagen wir deshalb ganz klar:
- Aidshilfe ist und bleibt Teil einer offenen und vielfältigen Zivilgesellschaft.
- Aidshilfe steht an der Seite der von rechts bedrohten Communitys.
- Wir halten zusammen – für Vielfalt, Respekt und Solidarität!
Diese Werte sind für Aidshilfearbeit zentral – sie setzen Maßstäbe, an denen wir uns orientieren und messen wollen. Und sie zeigen sich in unserem täglichen Tun: Wir gehen in Gefängnisse, damit Menschen in Haft ihre Gesundheit schützen können. Wir besuchen Bordelle und den Straßenstrich, um Sexarbeitende zu unterstützen. Wir tauschen Spritzen und bieten Materialien für Safer Use beim Drogenkonsum an, weil wir wissen, was wirklich hilft.
Wir sind vor Ort in den schwulen und queeren Communitys. Wir beraten zu allen Themen der sexuellen Gesundheit. Wir unterstützen bei sozialen und rechtlichen Fragen und stärken den Rücken im Diskriminierungsfall. Wir gehen in die Schulen und überallhin, wo sexuelle Bildung gefragt ist. Wir arbeiten mit verschiedenen Migrant*innen-Communitys zusammen, um die Versorgung zu verbessern und gemeinsam Prävention zu gestalten.
Und wir mischen uns ein – in Debatten um sexuelle und queere Rechte, geschlechtliche Selbstbestimmung, Sexarbeit, Migrations-, Drogen- und Gesundheitspolitik – und arbeiten daran, dass Diskriminierung irgendwann Geschichte ist. Dabei nehmen wir nicht hin, dass benachteiligte Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Uns leitet die Grundhaltung, dass alle Menschen gleichwertig sind und das Menschenrecht auf Gesundheit für alle gilt. Wir lassen uns nicht spalten! Für ein solidarisches Miteinander – Aidshilfe bleibt stabil!
#AidshilfeBleibtStabil zum Mitmachen
Mit unseren Grafiken kannst du ganz einfach ein Zeichen setzen, unseren Aufruf verbreiten und die Kampagne mitgestalten. Hier geht es zum Download-Ordner (Passwort: ABS2026). Verwende bei deinen Social-Media-Posts bitte den Hashtag #AidshilfeBleibtStabil, danke!
In unserem Shop kannst du zur Kampagnen ein Poster, den Fensteraufkleber und als Give-away einen Button in grün oder pink bestellen – sowie die Kampagnenaufkleber mit allen Slogans: Wir gehen auf den Strich. Wir kommen in den Knast. Wir machen Schule. Wir lassen es uns nicht nehmen. Wir heißen dich willkommen. Wir stehen zusammen. We stand together.
Weitere Informationen zur Kampagne findest du unter aidshilfe.de.
