Für ein soziales Nordrhein-Westfalen
Am 25. April 2027 findet in Nordrhein-Westfalen die Landtagswahl statt. Dabei geht es auch um die Frage, wie sozial, gerecht und nachhaltig das Land in den kommenden Jahren gestaltet wird. Gemeinsam mit den anderen Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege NRW hat der Paritätische NRW eine Positionierung zur Landtagswahl entwickelt. Darin benennen die Verbände zentrale Handlungsbedarfe – aus Sicht der Menschen, die Unterstützung benötigen, ebenso wie aus Sicht der Träger, die diese Unterstützung organisieren und leisten. Ihr gemeinsames Ziel ist ein Nordrhein-Westfalen, in dem soziale Rechte verlässlich eingelöst werden, Angebote erreichbar bleiben und niemand aufgrund von Armut, Behinderung, Herkunft, Alter, Geschlecht, Krankheit, Pflegebedarf oder Wohnungsnot von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen wird.
Verlässliche soziale Infrastruktur
Die Positionierung umfasst die Themen Armutsbekämpfung, Pflege, Gesundheit und Alter, Tageseinrichtungen für Kinder, Hilfen für Menschen mit Behinderung, Arbeit und Arbeitslosigkeit sowie Migration, Flucht und Integration. Ebenso nimmt sie Familie, Jugend und Frauen, Drogen- und Suchthilfe, Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement, Wohnen, Europa und Klimaschutz in den Blick. Über alle Themenfelder hinweg formuliert die Freie Wohlfahrtspflege NRW eine gemeinsame Botschaft: Nordrhein-Westfalen braucht eine starke, präventive und verlässliche soziale Infrastruktur. Diese ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine Grundlage für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stabilität. Investitionen in Arbeit, Bildung, Pflege, Wohnen, Gesundheit, Integration, Kinderschutz, Inklusion, Engagement, Klimaschutz und Armutsbekämpfung stärken nicht nur einzelne Zielgruppen, sondern das Gemeinwesen insgesamt. Gute Sozialpolitik verhindert Folgekosten, eröffnet Chancen und schafft Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates.
Subsidiaritätsprinzip als Grundlage
Eine wesentliche Grundlage für eine leistungsfähige und vielfältige soziale Infrastruktur ist dabei das Subsidiaritätsprinzip. Es verbindet die öffentliche Verantwortung für die soziale Daseinsvorsorge mit der Erfahrung, Kompetenz und Gestaltungskraft der Freien Wohlfahrtspflege und anderer zivilgesellschaftlicher Akteur*innen. Dieses bewährte Zusammenspiel muss in Nordrhein-Westfalen gesichert und weiterentwickelt werden. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die die Eigenständigkeit freier Träger stärken und es ermöglichen, soziale Verantwortung partnerschaftlich wahrzunehmen.
Klare Erwartungen
Für die kommende Legislaturperiode erwartet die Freie Wohlfahrtspflege NRW deshalb politische Entscheidungen, die die soziale Infrastruktur dauerhaft absichern, Bürokratie abbauen, Fachkräfte gewinnen und Kommunen handlungsfähig machen. Dazu gehört auch, die Expertise freier Träger wirksam in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Der Paritätische NRW und die anderen Verbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW stehen bereit, diesen Weg konstruktiv mitzugestalten – für ein soziales, gerechtes und nachhaltiges Nordrhein-Westfalen.
Weitere Informationen findest du unter freiewohlfahrtspflege-nrw.de.
