Neue BKA-Studie nimmt Gewalterfahrungen von LSBTIQ* Personen in den Blick
Die im Februar 2026 erschienene Studie zeigt deutlich, was traurigerweise für wenige überraschend sein wird: LSBTIQ* Personen sind signifikant häufiger von verschiedenen Formen von Gewalt betroffen als heteronormative Vergleichsgruppen – und das sowohl „auf der Straße“ als auch in Partner*innenschaften.
Befragt wurden ca. 2.300 Befragte zwischen 16 und 85 Jahren. Wichtig: Erfasst wurden in der Studie Gewalterfahrungen unabhängig davon, ob sie angezeigt wurden und die Zahlen zeigen, warum das ein sinniges Vorgehen ist. Frauen bringen, unabhängig von der erlebten Form der Gewalt, weniger als 10 % der Übergriffe zur Anzeige. Bei Männern sind es weniger als 15 %.
Hier nur ein Auszug der Ergebnisse: In ihrer bisherigen Lebenszeit haben über 50 % der Befragten LSBTIQ* Personen innerhalb von (Ex-)Partner*innenschaften psychische Gewalt erlebt – rund 6 % mehr als nicht-queere Befragte. 58,9 % der LSBTIQ*-Befragten haben in ihrem Leben bereits sexuelle Belästigung erfahren – gegenüber 44 % der übrigen befragten Bevölkerung. Von sexuellen Übergriffen berichten 19,5 % der LSBTIQ* Personen im Vergleich zu 9,8 % nicht-queerer Personen. Auch bei allen anderen Formen erfasster Gewalt haben LSBTIQ* Menschen höhere Prozentwerte gegenüber nicht-queeren Personen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich hier.
