XXelle Newsletter | April 2026
Liebe Leser*innen!
Am vergangenen Dienstag, den 14. April, fand in Düsseldorf der Jahresempfang der Aidshilfe NRW statt. Die Rede des Vorstands nutzte Birgit Körbel, um darauf aufmerksam zu machen, dass rund 40 Prozent der Frauen ihre HIV-Diagnose erst während der Schwangerschaft erfahren. Dass die Infektionen diagnostiziert wurden, ist schon einmal gut, das zeigt aber auch, dass niedrigschwellige und zielgruppenspezifische Test- und Präventionsstrukturen weiter ausgebaut werden müssen. Entscheidend sind mehr Aufklärung, bessere Zugänge etwa zur PrEP sowie die stärkere Sichtbarkeit und Selbstbestimmung von Frauen, um HIV-Infektionen wirksam vorzubeugen.
Diese Punkte wurden auch in der sich anschließenden Podiumsdiskussion über die Vermeidung von HIV-Spätdiagnosen und das Erreichen der 95-95-95-0-Ziele von UNAIDS bis 2030 aufgegriffen. Als Expertinnen aus Medizin, Beratung und internationaler HIV-Politik diskutierten Ruweyda Hassan Ali von MiSSA Remscheid, Silke Klumb von der Deutschen Aidshilfe, Clara Lehmann von der Uniklinik Köln und Natali Rudi von der Aidshilfe Oberhausen sowie, zugeschaltet aus Valencia, Christine Stegling von UNAIDS miteinander. Sie unterstrichen die Notwendigkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, um den komplexen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Dabei betonten sie die Notwendigkeit kontinuierlicher und auf die Fokusgruppen zugeschnittene Präventions- und Testangebote und die konsequente Beteiligung der Gruppen.
Einer der beiden regelmäßig beim Jahresempfang vergebenen Ehrenamtspreise ging an die Youthworkerin Jana Raschkowski, die sich mit großem Engagement in der Aufklärungs- und Präventionsarbeit der Aidshilfe Köln einsetzt und besonders junge Menschen für HIV, sexuelle Gesundheit und Vielfalt sensibilisiert. Mit ihrer fachlichen Kompetenz, Empathie und klaren Haltung stärkt sie nachhaltig die sexualpädagogische Arbeit und fördert ein respektvolles, vorurteilsfreies Miteinander. Die Kölner Bürgermeisterin Maria Helmes-Arend würdigte in ihrer Laudatio den beispielhaften Einsatz von Jana und unterstrich die Notwendigkeit eines solchen Engagements für die Gesellschaft.
Am Jahresempfang nahmen eine Reihe von Kolleg*innen aus der LAG Frauen* und HIV/Aids in NRW, darunter die beiden Sprecherinnen Eva Kempkes und Frauke Wachholz, sowie aus den Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe NRW teil. Dass die Veranstaltung den Fokus deutlich auf das Thema Frauen und HIV/Aids legte, wurde von den Gästen durchaus bemerkt und kam gut an.
Wir wünschen dir eine anregende Lektüre unseres Newsletters
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW
Aidshilfe bleibt stabil – für Solidarität, gegen Spaltung
Menschenverachtende Ansichten sind in den letzten Jahren immer sichtbarer geworden. Autoritäre Vorstellungen, rassistische Vorurteile, Queer- und Transfeindlichkeit sowie Hetze gegen Emanzipation und Vielfalt brechen sich immer weiter Bahn. Menschen mit HIV, Schwule, Lesben, Bisexuelle und andere Queers, trans, nicht-binäre und inter Menschen, Menschen in Haft, mit Migrationsgeschichte, in der Sexarbeit, Drogen konsumierende, kranke und behinderte Personen werden von der zunehmenden Menschenfeindlichkeit massiv bedroht. Darüber hinaus sind Aidshilfen Kürzungen und immer öfter auch direkten Anfeindungen ausgesetzt. Insgesamt gerät zivilgesellschaftliches Engagement zunehmend unter Druck: Förderungen werden gestrichen, demokratiestützende Organisationen diskreditiert. In diesen Zeiten ist es umso wichtiger, zusammenzustehen und Haltung zu zeigen – für Solidarität, gegen Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit! Daher hat die Deutsche Aidshilfe eine Kampagne gestartet, die den Titel #AidshilfeBleibtStabil trägt. Weitere Informationen findest du unter nrw.aidshilfe.de.
Jahresempfang der Aidshilfe NRW
Beim Jahresempfang der Aidshilfe NRW in Düsseldorf standen zentrale Herausforderungen im Umgang mit HIV im Mittelpunkt. Im Fokus der Veranstaltung standen Fragen nach einer früheren Diagnose von HIV in Deutschland sowie die Auswirkungen schwindender internationaler Solidarität auf das Ziel, Aids bis 2030 zu beenden. Der Landesvorsitzende der Aidshilfe NRW, Arne Kayser, betonte in seiner Rede die Komplexität der aktuellen Herausforderungen. Einfache Lösungen griffen zu kurz, so Kayser, vielmehr brauche es differenzierte Ansätze, die medizinische, soziale und politische Faktoren zusammen denken. Aidshilfen hätten sich seit jeher dieser Vielschichtigkeit gestellt, indem sie zugehört, hingeschaut und gemeinsam mit Betroffenen nachhaltige Lösungen entwickelt hätten. Beim Empfang wurde der Ehrenamtspreis „merk|würdig“ verliehen. Ausgezeichnet wurden Jana Raschkowski und Frank Przibylla, die stellvertretend für das Engagement vieler Ehrenamtlicher in den Aidshilfen stehen. Die Laudationen hielten die Kölner Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend sowie der Landtagsabgeordnete Arndt Klocke. Einen Bericht von der Veranstaltung findest du unter nrw.aidshilfe.de.
Diskriminierung im Gesundheitswesen
Eine Auswertung des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) von 2023 im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt, dass 13 Prozent der Menschen in Deutschland davon berichten, in den letzten zwölf Monaten Diskriminierung erfahren zu haben. 20,3 Prozent dieser Menschen haben diese Erfahrungen auch im Gesundheitswesen machen müssen. Am häufigsten berichten Befragte in Bezug auf das Gesundheitswesen von rassistischer Diskriminierung bzw. von Diskriminierung wegen ihrer ethnischen Herkunft (27,6 Prozent) oder von Diskriminierung wegen einer Behinderung oder chronischen Krankheit (26,4 Prozent). Letzteres sei insbesondere vor dem Hintergrund alarmierend, dass entsprechende Bevölkerungsgruppen besonders vulnerabel sind und einen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung haben. Eine weitere aktuelle Auswertung des Panels "Gesundheit in Deutschland" des Robert-Koch-Instituts schließt sich entsprechenden Befunden an: Diskriminierung führe dazu, dass Betroffene häufiger mit gesundheitlichen Problemen kämpfen müssten. Weitere Informationen findest du unter rki.de.
Studie zu Diskriminierung und zahnmedizinischer Versorgung
Das Universitätsklinikum Freiburg im Breisgau lädt zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie am Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ein. Hier soll der Zusammenhang zwischen Diskriminierungserfahrungen aufgrund sexueller Orientierung bzw. Geschlechtsidentität und der zahnmedizinischen Versorgung untersucht werden. Die Studie richtet sich an Personen ab 18 Jahren, unabhängig von persönlichen Erfahrungen. Die Teilnahme ist anonym und dauert ca. 20 Minuten und ist voraussichtlich bis zum 2. Mai 2026 möglich. Die Teilnahme hilft, Versorgungslücken sichtbar zu machen und die zahnmedizinische Versorgung zu verbessern. Die Umfrage findest du unter zks-redcap.uniklinik-freiburg.dez.
Brandbrief an Gesundheitsministerin Nina Warken zur gesundheitlichen Versorgung von trans* Kindern und Jugendlichen
Trans*- und queere Beratungsstellen aus Hessen haben einen gemeinsamen Brandbrief an die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur Gesundheitsversorgung von trans* Kindern und Jugendlichen verfasst. In dem Brief wird die dramatische Situation vieler trans* Kinder und Jugendlicher dargelegt, denen unter anderem mit Verweis auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 19. Oktober 2023 sowie den Off-Label-Use von Hormonblockade und „gegengeschlechtlicher“ Hormongabe die Finanzierung medizinischer Versorgung durch die Krankenkassen verwehrt wird. Der Brief enthält auch Beschreibungen von Fällen aus der Beratung. Die Verfasser*innen fordern unter anderem Rechtssicherheit für die medizinische Versorgung von trans* und nichtbinären Menschen zu schaffen, die ICD-11 endlich umzusetzen sowie Gelder für seriöse Studien zur Verfügung zu stellen. Den Brandbrief findest du unter dgti.org.
Bericht zur digitalen (Ex-)Partnerschaftsgewalt
Wie können Schutzlücken im Hilfesystem für Betroffene digitaler (Ex-)Partnerschaftsgewalt geschlossen werden? Ein neuer Bericht der Frauenhauskoordinierung stellt die Ergebnisse des Modellprojekts „IT-Beratung“ vor und zeigt, welche Rolle technische Expertise in der Beratung zunehmend spielt. Die Erkenntnisse machen deutlich: Für eine wirksame Unterstützung bei digitaler Gewalt braucht es eine enge Verzahnung von psychosozialen, rechtlichen, medienpädagogischen und technischen Ansätzen sowie neue Unterstützungsstrukturen für Fachkräfte. Der Bericht gibt Einblicke in die Erfahrungen aus dem Modellprojekt und diskutiert, wie technische Expertise künftig nachhaltig in die Frauenhausarbeit integriert werden kann. Den Bericht findest du unter frauenhauskoordinierung.def.
EuGH: EU-Mitgliedstaaten müssen Vornamens- und Personenstandsänderung ermöglichen
Nach einer wegweisenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 12. März 2026 müssen EU-Mitgliedstaaten die rechtliche Anerkennung des Geschlechts (eine Vornamens- und Personenstandsänderung) ermöglichen, um die Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Dies war bisher in Bulgarien, der Slowakei und Ungarn nicht möglich (und ist in anderen Staaten hürdenreich). Das Urteil auf Deutsch findest du unter infocuria.curia.europa.eu.
Selbsthilfe- und Patientenorganisationen bei Minister Laumann
Anfang Januar waren Selbsthilfe- und Patientenorganisationen in NRW auf Einladung der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderungen sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Claudia Middendorf, zu Gast im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, um mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann aktuelle Themen von Patient*innen und Selbsthilfe zu erörtern. Die Organisationen setzten sich für eine gesetzliche Freistellungsregelung für ehrenamtlich Engagierte in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe, die präventive Relevanz sozialer Selbsthilfe, die Berücksichtigung des gemeinsamen Eckpunktepapiers zur Patientenorientierung im Gesundheitswesen, ein niedrigschwelliges Primärversorgungssystem und die Stärkung von Beteiligungsstrukturen ein. Weitere Informationen findest du unter patientennetz.net.
Bundeskabinett beschließt Stärkung der psychosozialen Prozessbegleitung
Betroffene von schweren Straftaten sollen im Strafverfahren leichter professionelle Unterstützung erhalten können. Dazu sollen die Regelungen für die psychosoziale Prozessbegleitung fortentwickelt werden. Insbesondere sollen auch Betroffene von häuslicher Gewalt in gravierenden Fällen künftig einen Anspruch auf kostenfreie psychosoziale Prozessbegleitung haben. Zusätzlich sollen sie Anspruch auf einen anwaltlichen Beistand erhalten. Für Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Behinderung soll der Zugang zu psychosozialer Prozessbegleitung generell vereinfacht werden. Diese und weitere Änderungen sieht ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums vor, den die Bundesregierung Ende März beschlossen hat. Den Gesetzentwurf und weitere Informationen findest du unter bmjv.de.
Antidiskriminierung stärken heißt Inklusion ernst nehmen
Mit dem Landesantidiskriminierungsgesetz schafft NRW einen wichtigen Schritt für mehr Schutz vor Benachteiligung durch öffentliche Stellen des Landes. Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Dennis Sonne, stellt klar: Gerade für Menschen mit Behinderungen ist das ein wichtiges Signal, denn Antidiskriminierung ist immer auch eine Frage von Inklusion und gleichberechtigter Teilhabe. Künftig sollen Diskriminierungen durch Landesbehörden wirksamer adressiert und Schutzlücken geschlossen werden. Das ist ein wichtiger Beitrag für ein Nordrhein-Westfalen, das Barrieren abbaut und Teilhabe stärkt. Allerdings läuft das Gesetzgebungsverfahren noch. Weitere Informationen findest du unter gruene-nrw.de.
Die Lücken des Sexkaufverbots
Deutschland diskutiert die Einführung des „Nordischen Modells“. Dabei werden Freier für den Sexkauf bestraft. Wirkt das? Eine Spurensuche der Journalistin Sabina Zollner in Stockholm findest du in der taz unter taz.de.
Podcast „Von trans* zu trans*“
Im Podcast „Von trans* zu trans*. Alltag. Politik. Leben“ sprechen die beiden trans*männlichen Freunde Dany und Sam über ihre Alltagserfahrungen sowie über verschiedene Themen, die ihnen im Leben begegnen, beispielsweise über aktuelle Entwicklungen in Politik und Gesellschaft, über Diskriminierung und Unsichtbarkeit, über Dysphorie und Gender-Euphorie. Zusätzlich zu den längeren Folgen gibt es auch immer mal wieder kürzere News-Updates, etwa zur Sonderauswertung des Sozio-ökonomischen Panels zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland. Den Podcast findest du unter inktr.ee/vontranszutrans.
24. bis 26. April 2026 | Frankfurt
HIV und Frauen - Medizinische Grundlagen mit den Schwerpunkten Schwangerschaft und Menopause
In dieser Veranstaltung wird medizinisches Wissen zu wichtigen gynäkologischen Themen, von Schwangerschaft und Geburt über Verhütung und Vorsorge bis hin zu Menopause und Wechseljahren, vermittelt. Erläutert werden praxisnahe Informationen zu Prävention und sexuell übertragbaren Infektionen und zu den neuen Schwangerschaftsleitlinien. Referent*innen werden Annette Haberl und Angelika Tsang sein. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
7. Mai 2026 | Online
Design, das wirkt - Gestaltungsgrundlagen für die Arbeit mit Canva
Gute Inhalte verdienen gutes Design. Doch wenn Schriften, Farben und Elemente wild durcheinandergeraten, geht die eigentliche Botschaft schnell verloren. In diesem zweistündigem Workshop schauen wir uns einfache Gestaltungsregeln für eure Social-Media-Posts und andere Onlinemedien an. Wir sprechen über Gestaltungsgrundlagen wie den Goldenen Schnitt, über Achsen und Weißraum sowie über Schrift- und Farbwahl. Außerdem geht es darum, wie Inhalte übersichtlich angeordnet werden können, damit Botschaften schneller verstanden werden. So können ansehnliche Collagen aus Text und grafischen Elementen entstehen oder Fotos und Text wirkungsvoll kombiniert werden. Ziel ist es, praktische Tipps mitzunehmen, die sich direkt in Canva umsetzen lassen. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
13. Mai 2026 | Online
Intersektionalität
Intersektionalität bezeichnet die Überschneidung sowie Interdependenzen verschiedener Diskriminierungsformen. Eine intersektionale Perspektive eröffnet zum Beispiel pädagogischen Fachkräften einen neuen Blick auf Benachteiligungen und soziale Ungleichheiten. Das Web-Seminar klärt auf, was genau unter Intersektionalität zu verstehen ist und aus welchem Kontext das Konzept stammt. Die Veranstaltung richtet sich an alle Personen, die sich mit Grundlagenwissen zum Konzept der Intersektionalität vertraut machen möchten, insbesondere pädagogische Fachkräfte, Menschen aus der Beratung, Schulsozialarbeit. Weitere Informationen findest du unter gender-nrw.de.
14. bis 17. Mai 2026 | Grünberg
Bundesweites Treffen positiver heterosexueller Frauen und Männer
Das Treffen dient dem Erfahrungs- und Wissensaustausch rund um den Alltag mit der HIV-Infektion. Zugleich erhalten die Teilnehmer*innen Einblick in die Ziele und Aufgaben des Selbsthilfenetzwerks, was vor allem für diejenigen wichtig ist, die zum ersten Mal dabei sind. Einander zuhören, sich gegenseitig informieren, miteinander arbeiten, befähigt, um in Selbsthilfegruppen vor Ort und in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen als kompetente Multiplikator*innen wirken zu können. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
18. Mai 2026 | Online
Patriarchatskritik
Dieser Workshop bietet einen Raum zur kritischen Auseinandersetzung mit patriarchalen Logiken, Strukturen und Glaubenssätzen, die in uns allen – unabhängig von unserer Geschlechtsidentität – verinnerlicht sind. Ziel des Workshops ist es, die Wirkungen dieser Machtverhältnisse auf uns und unsere Praxis zu reflektieren, um möglichst macht- und diskriminierungskritische Handlungsoptionen zu erarbeiten. Weitere Informationen findest du unter gender-nrw.de.
18. Mai 2026 | Berlin
Präsentation der Qualitätsstandards und Empfehlungen für Fachberatungsstellen für Menschen in der Sexarbeit / Prostitution
Wie könnte eine Fachberatungsstelle aussehen, die Menschen in der Sexarbeit / Prostitution bestmöglich unterstützt? Zu dieser Frage hat NetSWork Fachberatung seit 2024 intensiv geforscht. Gemeinsam mit Menschen, die Fachberatungsstellen nutzen oder dort arbeiten, hat NetSWork Erfahrungen, Perspektiven und Fachwissen gesammelt und daraus Qualitätsstandards und Empfehlungen entwickelt. Die Ergebnisse werden bei dieser Veranstaltung vorgestellt und mit Expert*innen aus Theorie und Praxis eingeordnet und diskutiert. Weitere Informationen findest du unter bufas.net.
22. bis 25. Mai 2026 | Hamburg
Treffen für junge Erwachsene mit HIV von 18 bis 27 Jahren
Den richtigen Job, die eigene sexuelle und geschlechtliche Identität zu finden und lustvoll auszuleben, eine Zukunftsperspektive zu entwickeln oder in einem fremden Land zu leben sind für viele junge Menschen spannende aber manchmal auch herausfordernde Aspekte des Lebens. Eine HIV-Infektion und damit das Leben mit einer chronischen Erkrankung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Es ist jedoch meist nicht die Sorge vor Krankheit und Tod, die Menschen mit HIV verunsichert, sondern häufiger die Sorge vor Ausgrenzung, Ablehnung und Diskriminierung. An diesem Wochenende sind alle in Deutschland lebenden Menschen mit HIV zwischen 18 und 27 Jahren, eingeladen, sich unabhängig von geschlechtlicher und sexueller Identität oder Herkunft über ihre Perspektive auf die eigene HIV-Infektion, über die gemachten Erfahrungen und Strategien auszutauschen und voneinander zu lernen. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
5. 22Juni 2026 | Online
PrEP bei Frauen (einschl. Sexarbeiterinnen)
Nach wie vor wissen viele Frauen nichts von der HIV-PrEP – oder nur so wenig, dass sie nicht in der Lage sind, eine informierte Entscheidung dafür oder dagegen zu treffen. In dieser kompakten online-Fortbildung werden Multiplikator*innen dazu befähigt, Frauen über die PrEP aufzuklären. Sowohl die medizinischen Fakten als auch Community-Wissen werden vermittelt. Wie funktioniert die PrEP bei Frauen (cis und trans)? Bei wem sollte ich PrEP proaktiv ansprechen und wie kann ich das tun? Welche Besonderheiten gibt es bei Sexarbeiterinnen? Was sind typische Fragen von Frauen in Bezug auf PrEP und wie beantworte ich sie? Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
13. bis 16. August 2026 | Magdeburg
Positive Begegnungen - Konferenz zum Leben mit HIV
Die Positiven Begegnungen bieten Gelegenheit, über alle Herausforderungen des Lebens mit HIV zu diskutieren - gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus Aidshilfen, An- und Zugehörigen, Mitarbeitenden aus dem Gesundheitswesen und natürlich der großen Vielfalt von Menschen mit HIV. Zentrale Themen werden unter anderem das Älterwerden mit HIV, der Umgang mit Diskriminierung, Mental Health, Selbsthilfe und Empowerment sein. Die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter seminar.aidshilfe.de.
16. bis 19. August 2026 | Waldschlösschen
Bundesweites Positiventreffen für Langzeitpositive und ältere Menschen mit HIV
Die Bundesweiten Positiventreffen sind ein Fortbildungsangebot für Menschen mit HIV. Das Treffen im Sommer richtet sich an Langzeitpositive und ältere HIV-positive Menschen. Wir haben keine Definition, ab welchem Alter bzw. welchem Zeitraum seit der Diagnose das Treffen geeignet ist. Die Themenschwerpunkte des Treffens drehen sich um Frühverrentung, Schwerbehinderung, Altersrente, Frühverrentung, aber auch um den Umgang mit Sexualität, Einsamkeit, Partnerschaft und anderen Veränderungen im Laufe des Lebens mit HIV. Weitere Informationen findest du unter waldschloesschen.org.
21. bis 23. August 2026 | Waldschlösschen
Tage der positiven Selbsthilfe – Ein Barcamp für Menschen mit HIV
Das Barcamp soll ein Forum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten. Es soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich mit anderen Menschen mit HIV/Aids zu vernetzen, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Weitere Informationen findest du unter waldschloesschen.org.
Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.
Der nächste Newsletter erscheint Ende Mai 2026
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Januar per E-Mail an Petra Hielscher.