XXelle Newsletter | Februar 2026
Liebe Leser*innen!
Rita Süssmuth, die ehemalige Bundesgesundheitsministerin und langjährige Bundestagspräsidentin ist im Alter von 88 Jahren gestorben. 1985 berief sie Helmut Kohl als Familien- und Gesundheitsministerin ins Kabinett. Schnell profilierte sie sich als engagierte Frauen- und Gleichstellungspolitikerin. Mit ihr kam jemand aus dem bürgerlichen Milieu, die sich für Gleichberechtigung und Emanzipation engagierte. Sie machte sich vor allem für gleiche Zugangsbedingungen von Frauen mit oder ohne Kinder in Beruf und Politik stark, als dies, zumal in ihrer eigenen Partei, der CDU, noch nicht üblich war. Als erste Berichte über AIDS in den Medien auftauchten, ließ sie sich von ihrem Ministeriumsmitarbeiter Siegfried Dunde, einem schwulen Mann, der mit HIV infiziert war, über die Lebensweise schwuler Männer und die besondere Gefährdung, sich mit HIV zu infizieren, informieren und überzeugen. Ihr ist zu verdanken, dass sich in Deutschland die doppelte Strategie durchgesetzt hat, Infektionen aufzudecken, statt Infizierte zu identifizieren, und darüber hinaus die Zielgruppen an der Prävention zu beteiligen. Die Strategie ging auf, alle Horrorszenarien traten nicht ein und die konsequente Bewerbung von Kondomen bewirkte weit niedrigere HIV-Zahlen als befürchtet. Als sie von ihrer Partei gedrängt wurde, 1988 Bundestagspräsidentin zu werden, fühlte sie sich - zu Recht - aus dem operativen politischen Geschäft gedrängt. Im Nachhinein gab sie zu, die Gestaltungsmöglichkeiten einer Bundestagspräsidentin unterschätzt zu haben. Auch als älter werdende Politikerin, die sich nach und nach aus ihren vielen Ämtern zurückgezogen hatte, blieb sie wach und wachsam für die politische Landschaft. Auch hier nahm sie kein Blatt vor den Mund. So brachte es Rita Süssmuth 2020 auf den Punkt: "Wir sind nicht ohnmächtig, Veränderung zum Besseren ist möglich. Diese Welt ist zu schön, um sie den Wahnsinnigen zu überlassen." Was für ein ermutigendes Vermächtnis!
Am 8. März ist der Internationale Frauentag. Unter dem Slogan „Enough! Genug! Basta!“ (oder kurz #ENOUGH26) werden am darauffolgenden 9. März Frauen weltweit dazu aufgerufen, bezahlte und unbezahlte Arbeit niederzulegen, um auf Ungleichheit, geschlechtsspezifische Gewalt und patriarchale Strukturen aufmerksam zu machen. Gestreikt wird, weil Frauen und marginalisierte Menschen seit Jahrzehnten die tragenden Säulen der Gesellschaft sind – in der Sorgearbeit, im sozialen Bereich, in Familien, in Communities – und weil Gewalt, ökonomische Abhängigkeit und politische Benachteiligung immer noch Realität sind. Besonders betroffen sind Frauen mit Migrationsgeschichte, Women of Color, trans und nicht-binäre Menschen, Alleinerziehende und Menschen in prekären Jobs. Auch Frauen und Allies aus dem Aidshilfebereich werden sich dem Streik anschließen. Der Landesvorstand der Aidshilfe NRW erklärt sich mit den streikenden Frauen und allen anderen genannten Gruppen solidarisch.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW
„Menschlichkeit und Haltung“ – Deutsche Aidshilfe zum Tod von Rita Süssmuth
Die Deutsche Aidshilfe trauert um ihr Ehrenmitglied Rita Süssmuth. Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesgesundheitsministerin verhinderte Ausgrenzung und legte die Grundlagen für die erfolgreiche deutsche HIV-Prävention. Als Bundesgesundheitsministerin stellte Rita Süssmuth in den 80er Jahren die Weichen für einen erfolgreichen und solidarischen Umgang mit der HIV/Aids-Epidemie. Die CDU-Politikerin verweigerte sich dabei einer Politik der Isolation und Ausgrenzung, für die konservative Kräfte in der Helmut-Kohl-Regierung und den Bundesländern eintraten. Weitere Informationen finden Sie unter aidshilfe.de.
Tenofovir ist auch für stillende Frauen sicher
Tenofovir Disoproxil Fumarat (TDF) gilt weltweit als zentraler Bestandteil von HIV-Therapien, auch bei schwangeren und stillenden Frauen. Das Medikament schützt zuverlässig davor, dass HIV während der Schwangerschaft, der Geburt sowie der Stillzeit auf Kinder übertragen wird. Doch wie sicher ist TDF für die Nieren der Mutter in der Stillzeit? Diese Frage wurde jetzt erforscht. Daten kamen aus der Stillzeit-Phase der PROMISE-Studie. Insgesamt nahmen 2.431 Frauen mit HIV und stabiler Immunlage aus Indien und aus mehreren afrikanischen Ländern teil. Sie wurden nach der Geburt in zwei Gruppen eingeteilt: 1.220 Frauen erhielten eine TDF-haltige antiretrovirale Therapie während 1.211 Frauen keine TDF-Therapie bekamen. Stattdessen setzen Ärzte bei den Kindern auf eine vorbeugende Nevirapin-Gabe. Die Unterschiede waren statistisch signifikant, klinisch aber nicht relevant. Es traten keine Hinweise auf Nierenschäden auf. Auch bei Calcium und Phosphat zeigten sich praktisch keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Gruppen – ein weiteres Zeichen dafür, dass die Nierenfunktion stabil blieb. Details (in englischer Sprache) finden Sie im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndrome (JAIDS) unter journals.lww.com.
Hepatitis C – heilbar, aber noch nicht besiegt
Die Hepatitis-C-Infektion gehört nach wie vor zu den bedeutenden globalen Gesundheitsproblemen. Schätzungsweise 50 Millionen Menschen leben weltweit mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) und jährlich kommen etwa eine Million Neuinfektionen hinzu. Bei den meisten Betroffenen entwickelt sich eine chronische Infektion, die langfristig mit erhöhter Morbidität und Mortalität verbunden ist. Chronische Hepatitis C zählt weiterhin zu den Hauptursachen von Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom. Die therapeutische Landschaft hat sich durch die Einführung direkt antiviral wirksamer Substanzen grundlegend gewandelt. Heilungsraten über 95 Prozent bei kurzer Behandlungsdauer und guter Verträglichkeit sind mittlerweile Standard. Dennoch zeigt sich: Medizinischer Fortschritt allein genügt nicht, um die Krankheitslast nachhaltig zu reduzieren. Weitere Informationen finden Sie unter deutsch.medscape.com.
E-Learning-Kurs zum Thema Diskriminierung im Gesundheitswesen
Rund 25 Prozent der Patient*innen in Deutschland geben an, im Gesundheitswesen Diskriminierung erlebt zu haben. Dennoch ist vielen nicht klar, wie Diskriminierung im Gesundheitssystem erlebt wird, was in solchen Fällen zu tun ist, an wen sich Betroffene wenden können, wer für Beschwerden zuständig ist – und ob das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Gesundheitswesen überhaupt greift. Auf diese und weitere Fragen geht der E-Learning-Kurs „Lernen, Unterstützen, Beraten, Empowern gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen (LUBE)“ der Deutschen Aidshilfe ein – entwickelt für Berater*innen und alle, die in der Antidiskriminierungsarbeit tätig sind. Der E-Learning-Kurs fokussiert drei Gruppen: Menschen, die mit HIV leben, trans* und nicht-binäre Personen sowie BIPoC/Menschen, die Rassismus erfahren. Die Möglichkeit der Registrierung finden Sie unter lernen.aidshilfe.de.
Übersicht von Adressat*innen für Beschwerden im Gesundheitswesen
Gesetzliche Krankenkassen (GKV), Landesärzte- und Landeszahnärztekammern, Praxen und Krankenhäuser, Kassenärztliche und Zahnkassenärztliche Vereinigungen der Bundesländer, die Patient*innenbeauftragten und Datenschutzbeauftragten der Bundesländer, alle bieten die Möglichkeit der Beschwerde an. In dieser Übersicht werden die jeweiligen Aufgaben, Informationen rund um Beschwerdestellung und weitere Schritte beschrieben. Die Übersicht wurde auf Conceptboard erstellt. Über den Gasteingang erhalten Sie Zugriff und können sich dort weiter durchklicken: app.conceptboard.com.
Arbeiten mit Krankheitsgefühl – ja oder nein?
Mitarbeitende mit chronischer Erkrankung stehen häufig vor dieser Entscheidung. Das Für und Wider abzuwägen kann schwierig sein. Für Unternehmen stellt sich zugleich die Frage, wie sie ihre Mitarbeitenden dabei gut unterstützen können. Das Projekt „AmiChro“ gibt Orientierung und praktische Tipps. Weitere Informationen finden Sie unter arbeiten-jaodernein.de.
Bundesregierung veröffentlicht Ergebnisse der Dunkelfeldstudie
Die Bundesregierung hat Mitte Februar die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (Befragung zum Dunkelfeld der Gewaltbetroffenheit in Deutschland) veröffentlicht. Die Studie zeigt, dass körperliche und psychische Gewalt in Partnerschaften 20-mal häufiger vorkommt als angezeigt wird (Anzeigeverhalten unter fünf Prozent). Jede fünfte Frau, die Gewalt durch ihren Partner erlebt, hat Angst um ihr Leben. Jede siebte Frau erlebt sexualisierte Gewalt. Frauen mit Migrationshintergrund sind besonders stark von Gewalt betroffen. Dabei geht die Gewalt gegenüber Frauen überwiegend von Männern aus (98 Prozent in der Partnerschaft, 90 Prozent bei sexualisierter Gewalt, 70 Prozent bei digitaler Gewalt). Was die Organisationen seit Jahren sagen, ist jetzt wissenschaftlich belegt: Für Betroffene ist es nach wie vor unglaublich schwer, wirksame Unterstützung zu finden, um eine Gewaltbeziehung zu verlassen. Die Studie finden Sie unter bka.de.
Projekt „Generation Regenbogen“
Im Rahmen des Projekts „Generation Regenbogen“ werden aktuell LSBTI* Personen über 60 Jahre, gesucht, die Interesse haben, an einem biografieorientierten Online-Angebot teilzunehmen. Das Angebot läuft über einen Zeitraum von zehn Wochen, wird in Kleingruppen von fünf bis sieben Personen durchgeführt und ist kostenfrei. Das Projekt Generation Regenbogen an der Universität zu Köln / Neuropsychologie / Genderstudies verfolgt als Hauptziel, ein biografieorientiertes Online‑Angebot für ältere queere Menschen zu entwickeln, um Einsamkeit und Isolation im Alter zu verringern. Es soll eine digitale Plattform entstehen, die Lebensgeschichten älterer LSBTIQ*-Personen sichtbar macht und damit soziale Teilhabe und Empowerment fördert. Gesellschaftlich zielt das Projekt darauf, die Situation älterer queerer Menschen stärker ins Bewusstsein zu rücken und Strukturen anzuregen, die ein diskriminierungsfreies, selbstbestimmtes Altern unter dem „Regenbogen“ ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).
Sexkaufverbot: Ein klares Signal gegen Menschenhandel oder der schnellste Weg in die Illegalität
Im Rahmen der Fachtagung HIV-KONTROVERS am 14. März 2026 in Köln wird eine spannende Kontroverse/Diskussion zum Thema Sexkaufverbot stattfinden. Simone Kleinert vom Bundesverband Nordisches Modell - zur Umsetzung des Gleichstellungsmodells in Deutschland, wird mit Johanna Weber vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen kontrovers diskutieren. Befürworter*innen eines Sexkaufverbots argumentieren, es senke die Nachfrage, bekämpfe Menschenhandel und schütze Ausgebeutete, während Kritiker*innen befürchten, es dränge die Branche in den Untergrund, gefährde Sexarbeiter*innen durch Kriminalisierung, schwäche ihre Rechte und sei lediglich eine „symbolische“ Lösung. Die aktuelle Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) zeigt, dass Regulierung durchaus Wirkungen und Erfolge haben kann, aber auch deutliche Schwächen. Sie legt nahe, dass Regulierung Instrumente bereitstellt, die wirksam sein können, wenn Anmeldung, Beratung, Kontrollen und Schutzkonzepte praxistauglich ausgestattet und aufsuchend gestaltet werden. In der politischen Debatte wird diese Bilanz nun unterschiedlich gelesen: Befürworter*innen eines Sexkaufverbots sehen darin einen Beleg dafür, dass Regulierung nicht ausreicht, während Gegner*innen eines Verbots darin Argumente für eine Reform und Stärkung des bestehenden ProstSchG statt für eine Strafbarkeit des Sexkaufs sehen. Weitere Informationen zu HIV-KONTROVERS und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter hivkontrovers.de.
6. bis 8. März 2026 | Hofgeismar
8. bis 10. Mai 2026 | Gelsenkirchen
Zweiteilige Buddyschulung 2026
Ein positives Testergebnis wird immer noch meist als Schock erlebt. Das liegt auch an den alten Bildern von Aids, die nach wie vor in vielen Köpfen sind. Besonders Jüngere kennen kaum Positive und haben keine realistische Vorstellung vom heutigen Leben mit HIV. Hier setzt unser Buddy-Projekt an, das Menschen mit frischer HIV-Diagnose bei den ersten Schritten ins positive Leben zur Seite steht. In dem zweiteiligen Seminar können sich erfahrene HIV-Positive auf ein Engagement als Buddy vorbereiten. Gemeinsam soll reflektiert werden, was in der ersten Zeit nach der HIV-Diagnose wichtig ist, was positiv Getesteten vermittelt werden soll, welche Herausforderungen sich für Buddys stellen und wie man ihnen begegnen kann. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
14 März 2026 | Köln
HIV-KONTROVERS
Es ist wieder soweit: Zum neunten Mal laden die Aidshilfe NRW und die Deutsche AIDS-Gesellschaft unter dem Motto "Interdisziplinär - interaktiv - kontrovers!" zur Fachtagung HIV-KONTROVERS ein. HIV-Test für alle: Ja oder nein? Long-Acting versus Strong-Acting? Hepatitis C: Sofort behandeln oder warten wir erst einmal ab, bis sie chronisch wird? Sexkaufverbot: Ein klares Signal gegen Menschenhandel oder der schnellste Weg in die Illegalität? Chemsex - Slamsex: Kontrollierter Konsum, erfolgreiche Strategie oder lediglich Utopie? HIV-Impfstoffforschung: Hoffnung oder ewige Sackgasse? KI und HIV: Effizienzgewinn oder Ethikfalle? Diese und andere Fragen werden im Rahmen von HIV-KONTROVERS Expert*innen aus der Medizin, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, der Aidshilfe und Positiven-Selbsthilfe kontrovers diskutieren. Unter nrw.aidshilfe.de finden Sie weitere Informationen sowie die Möglichkeit, sich online zur Fachtagung anzumelden.
19. bis 21. März 2026 | Hamburg
HIV/STI-Prävention in der Beratung von Menschen in der Sexarbeit
Im Alltag suchen Sexarbeitende aus den diversesten Arbeitsfeldern und mit unterschiedlichem Wissen und Fragen zu HIV, Hepatitis (HEP) und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) Beratungsstellen auf. Das Seminar unterstützt Berater*innen dabei, diese Themen effektiv aufzugreifen und die Präventionsarbeit bedarfsgerecht auszurichten. Es geht um die Übertragungswege, die Vorbeugung und die Behandlung von HIV, HEP und STIs. Medizinisches und praktisches Wissen über die verschiedenen Präventionsmethoden wird vermittelt. Neben Kondomen und Schutzimpfungen liegt ein Schwerpunkt auf der medikamentösen Prävention einschließlich PrEP, PEP und Schutz durch Therapie (TasP). Weiterer Inhalt der Schulung sind HIV/STI-Tests. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
21. März 2026 | Düsseldorf
Frauen im Fokus – Vielfalt. Gerechtigkeit. Zukunft.
Der Kampf für die Rechte von Frauen erforderte schon immer starke Verbündete und Zusammenschlüsse von Gleichgesinnten. Nur so lassen sich echte Verbesserungen erreichen. Der Frauenkongress der Grünen Landtagsfraktion NRW bietet Gelegenheit, gemeinsam über aktuelle Herausforderungen zu sprechen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Der Kongress richtet sich an alle, die sich für feministische Politik und gerechte Teilhabe interessieren und sich gemeinsam mit den Grünen für eine gleichberechtigte Gesellschaft stark machen wollen. Hier werden die vielfältigen Lebensrealitäten von Frauen im Land betrachtet und die aktuellen Hürden für eine gleichberechtigte Gesellschaft analysiert. Weitere Informationen finden Sie unter gruene-fraktion-nrw.de.
27. bis 29. März 2026 | Berlin
Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage
Seit vier Jahrzehnten sind die Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage eine der wichtigsten Plattformen für den interdisziplinären Austausch zu HIV, AIDS und Infektiologie. 2026 wird dieses besondere Jubiläum gefeiert – und das wieder zu Gast in Berlin! Weitere Informationen finden Sie unter aids-tage.de.
31. März 2026 | Online
Schluss mit den Mythen - Sexualität selbstbestimmt leben
Was ist eigentlich „echter“ Sex? Muss es immer Penetration sein? Und ist der Orgasmus bei Frauen wirklich so kompliziert – oder die Klitoris nur erbsengroß? Diese Online-Veranstaltung, organisiert vom Zentrum Sexuelle Gesundheit - Aidshilfe Osnabrück und dem Gleichstellungsbüro Osnabrück, räumt mit hartnäckigen Mythen rund um weibliche Sexualität auf. In entspannter Atmosphäre soll sich einem selbstbestimmten, vielfältigen Verständnis von Lust und Sexualität genähert werden. Die Teilnahme ist auch anonym möglich, ohne Kamera oder Wortbeiträge. Wer teilnehmen möchte, sende bitte eine E-Mail an vorzimmer16@osnabrueck.de.
10. bis 12. April 2026 | Attendorn
Achtsamkeit im Wandel – ein Wochenende für innere Stärke
Veränderungen, Unsicherheit und ständige Anforderungen prägen den Alltag – oft bleibt kaum Raum zum Durchatmen. Dieses Wochenende lädt Menschen mit HIV ein, zur Ruhe zu kommen, sich selbst wahrzunehmen und neue Kraft zu schöpfen. Es geht um Achtsamkeit in Bewegung und Stille: Körperwahrnehmung, Sitz- und Gehmeditation, einfache Dehnübungen und kleine Rituale für mehr Klarheit im Alltag. Kurze Impulse zeigen, wie Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zusammenwirken – und wie daraus Gelassenheit wachsen kann. So entsteht Raum, um neue Perspektiven auf innere und äußere Veränderungen zu entwickeln – und Resilienz als Haltung zu stärken. Weitere Informationen finden Sie unter nrw.aidshilfe.de.
16. bis 19. April 2026 | Waldschlösschen
Bundesweites Treffen für HIV-Positive im Erwerbsleben
Die Bundesweiten Positiventreffen sind ein Fortbildungsangebot für Menschen mit HIV. Das Treffen für HIV-positive Menschen im Erwerbsleben behandelt Themen rund um das Leben mit HIV im Berufsleben. Dazu werden anregende und kommunikationsfördernde Methoden und Formate angeboten: Austausch im Umgang mit HIV am Arbeitsplatz, Resilienz im Arbeitsalltag, gesund arbeiten. Die Workshops sind interaktiv, eigene Fragen, Wissen und Anregungen können eingebracht werden. Weitere Informationen finden Sie unter waldschloesschen.org.
24. bis 26. April 2026 | Frankfurt
HIV und Frauen - Medizinische Grundlagen mit den Schwerpunkten Schwangerschaft und Menopause
In dieser Veranstaltung wird medizinisches Wissen zu wichtigen gynäkologischen Themen, von Schwangerschaft und Geburt über Verhütung und Vorsorge bis hin zu Menopause und Wechseljahren, vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Informationen zu Prävention und sexuell übertragbaren Infektionen und zu den neuen Schwangerschaftsleitlinien. Referent*innen werden Annette Haberl und Angelika Tsang sein. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
14. bis 17. Mai 2026 | Grünberg
Bundesweites Treffen positiver heterosexueller Frauen und Männer
Das Treffen dient dem Erfahrungs- und Wissensaustausch rund um den Alltag mit der HIV-Infektion. Zugleich erhalten die Teilnehmer*innen Einblick in die Ziele und Aufgaben des Selbsthilfenetzwerks, was vor allem für diejenigen wichtig ist, die zum ersten Mal dabei sind. Einander zuhören, sich gegenseitig informieren, miteinander arbeiten, befähigt, um in Selbsthilfegruppen vor Ort und in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen als kompetente Multiplikator*innen wirken zu können. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
22. bis 25. Mai 2026 | Hamburg
Treffen für junge Erwachsene mit HIV von 18 bis 27 Jahren
Den richtigen Job, die eigene sexuelle und geschlechtliche Identität finden und lustvoll auszuleben, eine Zukunftsperspektive zu entwickeln oder in einem fremden Land zu leben, sind für viele junge Menschen spannende aber manchmal auch herausfordernde Aspekte des Lebens. Eine HIV-Infektion und damit das Leben mit einer chronischen Erkrankung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Es ist jedoch meist nicht die Sorge vor Krankheit und Tod, die Menschen mit HIV verunsichern, sondern häufiger die Sorge vor Ausgrenzung, Ablehnung und Diskriminierung. An diesem Wochenende sind alle Menschen mit HIV zwischen 18 und 27 Jahren, die in Deutschland leben, eingeladen, sich unabhängig von geschlechtlicher und sexueller Identität oder Herkunft über ihre Perspektive auf die eigene HIV-Infektion, über die gemachten Erfahrungen und Strategien auszutauschen und voneinander zu lernen. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.
Der nächste Newsletter erscheint Ende März 2026
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Januar per E-Mail an Petra Hielscher.