XXelle Newsletter | Juli 2026
Liebe Leser*innen!
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer langjährigen Kollegin Manuela Brandt, die bereits im Juni nach schwerer Krankheit gestorben ist. Fast zwei Jahrzehnte prägte sie die Arbeit der Aidshilfe Westmünsterland. Als einzige hauptamtliche Mitarbeiterin der dortigen Aidshilfe trug sie Verantwortung für Beratung, Prävention, Verwaltung und Vernetzung – mit hoher fachlicher Kompetenz, unglaublichem persönlichen Engagement und unermüdlichem Einsatz. Besonders am Herzen lagen ihr die Frauen mit HIV, Menschen in der Sexarbeit sowie die Vernetzung innerhalb der Aidshilfe NRW. Viele kannten und schätzten sie aus XXelle Westfalen, den Fachtreffen Sexarbeit, dem Youthwork oder als Tagungsleitung unserer Mitgliederversammlung.
Manuela begegnete den Menschen mit Respekt, Empathie und großer Herzlichkeit. Sie hat die Aidshilfe in Nordrhein-Westfalen mitgestaltet und viele Kolleg*innen inspiriert. Wir verlieren eine geschätzte Kollegin, engagierte Mitstreiterin und einen besonderen Menschen.
Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freund*innen und der Aidshilfe Westmünsterland. Wir danken Manuela für alles, was sie gewirkt hat, und werden sie sehr vermissen!
Der nächste Newsletter erscheint erst im September. Wir wünschen dir eine anregende Lektüre dieser Doppelnummer!
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW
UN-Meeting zu HIV/Aids
Mit einer neuen Politischen Deklaration haben die Vereinten Nationen ihre globale HIV/Aids-Strategie für die kommenden fünf Jahre beschlossen. Trotz schwieriger Verhandlungen konnten zentrale Grundsätze einer wirksamen HIV-Politik bewahrt werden – allerdings in abgeschwächter Form. Gleichzeitig gefährden Finanzierungslücken, politische Spannungen und zunehmende Angriffe auf die Rechte besonders betroffener Gruppen die bisherigen Erfolge im Kampf gegen HIV. Das Aktionsbündnis gegen AIDS, die Deutsche Aidshilfe und die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung begrüßen die Einigung als wichtiges Signal, mahnen jedoch: Nur mit ausreichender Finanzierung, menschenrechtsbasierten Ansätzen und einer starken Zivilgesellschaft kann das Ziel erreicht werden, Aids bis 2030 als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit zu beenden. Weitere Informationen findest du unter aidshilfe.de.
Erster 3D-Nervenatlas des Klitorisgewebes veröffentlicht
Forschende haben erstmals die Nerven der Klitoriseichel dreidimensional und in hoher Auflösung dargestellt. Die Aufnahmen zeigen, dass die Klitoris über ein deutlich komplexeres Nervennetz verfügt als bisher angenommen. Vergleichbare Untersuchungen zum Penis gibt es bereits seit rund 30 Jahren. Die neuen Erkenntnisse verbessern das Verständnis der weiblichen Anatomie und Sexualfunktion und könnten dazu beitragen, Operationen im Genitalbereich schonender durchzuführen – etwa bei rekonstruktiven Eingriffen, geschlechtsangleichenden Operationen oder nach weiblicher Genitalverstümmelung. Fachleute sehen in der Studie einen wichtigen Schritt, weisen aber auch darauf hin, dass zur Anatomie und Funktion der Klitoris weiterhin erheblicher Forschungsbedarf besteht. Die auf dem Preprint-Server bioRxiv veröffentlichte Arbeit findest du unter biorxiv.org.
Expert*innenwissen gesucht: Altern mit HIV – Perspektiven für Frauen
Immer mehr Frauen mit HIV erreichen ein höheres Lebensalter – und damit entstehen neue Fragen rund um Gesundheit, Lebensqualität und das Älterwerden mit HIV. Gesucht werden nun die wichtigsten Tipps und Empfehlungen von Expert*innen, die Frauen mit HIV in dieser Lebensphase unterstützen können. Die gesammelten Beiträge werden fachlich geprüft und anschließend unter anderem in einem niedrigschwelligen Podcastformat aufbereitet. Die Umfrage läuft bis zum 31. Juli 2026 und kann gerne weitergeleitet werden. Zur Umfrage findest du unter forms.gle.
Familienbericht NRW 2026
Der Familienbericht NRW 2026 zeigt: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt für viele Familien eine große Herausforderung. Nach wie vor übernehmen Frauen den überwiegenden Teil der Sorgearbeit und reduzieren dafür häufiger ihre Erwerbstätigkeit. Der Bericht unterstreicht die Bedeutung einer verlässlichen Kinderbetreuung sowie einer Familienpolitik, die unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigt und gleichberechtigte Teilhabe stärkt. Den vollständigen Bericht „Familien im Blick. Lebenslagen verstehen. Zukunft gestalten.“ findest du unter mkjfgfi.nrw.
Polizeiliche Kriminalstatistik zu frauenfeindlichen Straftaten
Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für 2025 einen deutlichen Anstieg politisch motivierter frauenfeindlicher Straftaten. Die Anzahl der frauenfeindlichen Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr um 46,8 Prozent gestiegen auf insgesamt 819 registrierte Delikte. Zugleich bildet sie nur das sogenannte Hellfeld ab – also die Fälle, die den Behörden bekannt werden. Wie groß das Ausmaß nicht angezeigter Gewalt ist und welche Erfahrungen Betroffene tatsächlich machen, zeigt die Dunkelfeldstudie LeSuBiA. Ihre Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse zur Einordnung der offiziellen Zahlen. Die Dunkelfeldstudie LeSuBiA findest du unter bka.de.
Antidiskriminierungsbeauftragte kritisiert AGG-Reformvorschlag der Bundesregierung als unzureichend
Deutschland riskiert ein Vertragsverletzungsverfahren, denn der Gesetzentwurf zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz bleibt weit hinter EU-Vorgaben zurück. Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat die im Bundeskabinett beschlossene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) als unzureichend kritisiert. „Der vorliegende Gesetzentwurf schließt punktuell einige Schutzlücken, etwa beim Schutz vor sexuellen Belästigungen. Er wird aber dem Reformbedarf beim Diskriminierungsschutz in Deutschland nicht gerecht und ist unzureichend, insbesondere mit Blick auf europäische Vorgaben und Standards“, bewertet Ataman den Gesetzentwurf. Die Stellungnahme der Antidiskriminierungsbeauftragten zur AGG-Reform findest du unter antidiskriminierungsstelle.de.
Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli 2026
Am Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende erinnert die Aidshilfe NRW an die Menschen, die infolge von Drogenkonsum und fehlender Hilfe verstorben sind. Hinter jeder Zahl stehen Familien, Freund*innen und Lebensgeschichten. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen. Der von der Landesregierung vorgelegte Maßnahmenplan zur Reduzierung drogenbedingter Todesfälle weist in die richtige Richtung. Jetzt kommt es darauf an, die angekündigten Maßnahmen konsequent und flächendeckend umzusetzen. Weitere Informationen findest du unter nrw.aidshilfe.de.
Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW fusioniert mit dem Queeren Netzwerk NRW
Das Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW (NGVT* NRW) und das Queere Netzwerk NRW haben ihre Fusion beschlossen. Damit werden die Interessen von Trans*- und nichtbinären Communitys künftig noch stärker innerhalb der gemeinsamen Struktur vertreten. Der Zusammenschluss bündelt Ressourcen, erweitert die Vernetzung und stärkt die politische Interessenvertretung für mehr Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Schutz vor Diskriminierung und Gewalt. Weitere Informationen findest du unter queeres-netzwerk.nrw.
Zwei Beiträge zum Thema Queerfeindlichkeit im WDR
Das Queere Netzwerk NRW war gleich zweimal im Radio: Geschäftsführer Benjamin Kinkel sprach in WDR 5 bei „Neugier genügt“ über zunehmende queere Sichtbarkeit und die gleichzeitige Zunahme von queerfeindlicher Gewalt. Der Beitrag lässt sich Nachhören unter wdr.de. Und Vorstandssprecherin Laura Becker sprach im WDR 5 „Morgenecho“ über die Bedeutung des Pride Months, rechtliche Ungleichheiten und steigende Queerfeindlichkeit. Auch dieser Beitrag kann in der Mediathek nachgehört werden unter wdr.de/.
26. bis 31. Juli 2026 | Online
AIDS 2026: Internationale Konferenz in Rio de Janeiro
Die 26. Internationale AIDS-Konferenz findet in Rio de Janeiro und online statt. Angesichts der aktuellen Finanzierungskrise und weltweiter Kürzungen in HIV-Programmen steht die globale HIV-Arbeit vor großen Herausforderungen. AIDS 2026 bringt Menschen mit HIV, Forschende, Fachkräfte, Politik, Fördernde und Communitys zusammen, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse, innovative Ansätze in Prävention und Versorgung sowie Perspektiven für die Zukunft der HIV-Arbeit zu diskutieren. Eine virtuelle Teilnahme ermöglicht es Interessierten weltweit, die Konferenz live zu verfolgen und Teil des internationalen Austauschs zu sein. Die Homepage von AIDS 2026 findest du unter iasociety.org.
28. Juli 2026 | Online
Gerechte Geburtshilfe: Konzepte gegen rassistische Barrieren
Viele Schwarze, migrantische und PoC-Patient*innen erleben in gynäkologischer Versorgung und Geburtshilfe subtile und offene Ausgrenzung: ignorierte Schmerzen, stereotype Annahmen über Familienplanung, sprachliche Barrieren, fehlende Repräsentation in Behandlungsentscheidungen. Dieser Workshop soll dafür sensibilisieren und Handlungsstrategien entwickeln. Hier werden Anregungen gegeben, Diskriminierung und Rassismus im beruflichen Alltag zu erkennen, Empathie zu vertiefen und aktives Empowerment für von Rassismus betroffene Menschen aufzubauen. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
4. August 2026 | Online
Digitale Gewalt – Erscheinungsformen erkennen und Klient*innen kompetent beraten
Digitale Gewalt betrifft viele Klient*innen in der Beratungspraxis – etwa durch das Erschleichen intimer Daten, Erpressung oder technologische Manipulation. Der Online-Workshop vermittelt Grundlagen zu unterschiedlichen Erscheinungsformen digitaler Gewalt und zeigt konkrete Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten für die psychosoziale Beratung auf. In einem geschützten Rahmen können Erfahrungen und Praxisfälle eingebracht und gemeinsam in Kleingruppen oder im Plenum reflektiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte, die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit digitaler Gewalt stärken möchten. Die Anmeldung ist möglich unter seminar.aidshilfe.de.
13. bis 16. August 2026 | Magdeburg
Positive Begegnungen - Konferenz zum Leben mit HIV
Die Positiven Begegnungen bieten Gelegenheit, über alle Herausforderungen des Lebens mit HIV zu diskutieren - gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus Aidshilfen, An- und Zugehörigen, Mitarbeitenden aus dem Gesundheitswesen und natürlich der großen Vielfalt von Menschen mit HIV. Zentrale Themen werden unter anderem das Älterwerden mit HIV, der Umgang mit Diskriminierung, Mental Health, Selbsthilfe und Empowerment sein. Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
16.bis 19. August 2026 | Waldschlösschen
Bundesweites Positiventreffen für Langzeitpositive und ältere Menschen mit HIV
Die Bundesweiten Positiventreffen sind ein Fortbildungsangebot für Menschen mit HIV. Das Treffen im Sommer richtet sich an Langzeitpositive und ältere HIV-positive Menschen. Wir haben keine Definition, ab welchem Alter bzw. welchem Zeitraum seit der Diagnose das Treffen geeignet ist. Die Themenschwerpunkte des Treffens drehen sich um Frühverrentung, Schwerbehinderung, Altersrente, aber auch um den Umgang mit Sexualität, Einsamkeit, Partnerschaft und anderen Veränderungen im Laufe des Lebens mit HIV. Weitere Informationen findest du unter waldschloesschen.org.
21. bis 23. August 2026 | Waldschlösschen
Tage der positiven Selbsthilfe – Ein Barcamp für Menschen mit HIV
Das Barcamp soll ein Forum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten. Es soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich mit anderen Menschen mit HIV/Aids zu vernetzen, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Weitere Informationen findest du unter waldschloesschen.org.
4. bis 6. September 2026 | Attendorn
Stärke, Austausch, Leichtigkeit. Treffen für heterosexuell lebende Menschen mit HIV
Dieser Kurs stellt die Bedürfnisse heterosexuell lebender Menschen mit HIV in den Mittelpunkt. Eingeladen sind alle, die mit ihrer persönlichen Geschichte neue, stärkende Erfahrungen machen möchten in einem sicheren Rahmen, der Vertrauen, Offenheit und gegenseitigen Respekt fördert. Im gemeinsamen Austausch entsteht Raum sich zu begegnen, Geschichten zu teilen, neue Perspektiven zu entdecken und sich selbst mit Mitgefühl zu erleben. Kreative Methoden, Körper- und Wahrnehmungsübungen sowie Meditationen unterstützen dabei, den eigenen Weg mit HIV bewusster und lebendiger zu gestalten. Zugleich sind Paare mit unterschiedlichem HIV-Status zu einem gemeinsamen Wochenende in einem geschützten Raum für Austausch, Verständnis und gegenseitige Stärkung eingeladen. Vermittelt werden aktuelle, entlastende Informationen zu HIV-Diskordanz und U=U, geboten wird ein Raum für Fragen und Erfahrungen sowie Impulse zu Kommunikation, Nähe, Sexualität und Sicherheit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Umgang mit Stigma, Offenheit und den Herausforderungen des Alltags – immer mit Blick auf individuelle Ressourcen und die gemeinsame Zukunft. Die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter nrw.aidshilfe.de.
12. September 2026 | Online
Berufliche Einbindung von Menschen mit Migrationsgeschichte HIV/HEP STI-Prävention
Dieses Online-Seminar richtet sich an Menschen mit Migrationsgeschichte, Fluchterfahrung oder subsidiärem Schutz sowie an alle, die sich für diversitätsorientierte Gesundheitsförderung interessieren. Es informiert über Berufseinstieg, Anerkennung von Qualifikationen und Engagementmöglichkeiten in Aidshilfen und anderen Einrichtungen. Gleichzeitig bietet es einen Überblick über das deutsche Gesundheitssystem sowie die HIV-, Hepatitis- und STI-Prävention und lädt zum Austausch und zur Vernetzung ein. Näheres zur Veranstaltung findest du unter seminar.aidshilfe.de.
23. September 2026 | Dortmund
Fachtag HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW
Die AG Aidsprävention - HIV/STI in NRW lädt zu einem Fachtag zur HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW ein. Beteiligt sind die Gesundheitsämter, die Aidshilfen und andere freie Träger sowie das Land. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Gesundheitsämtern, Aidshilfen und weiteren relevanten Einrichtungen und Projekten sowie an Mediziner*innen und medizinisches Fachpersonal. Weitere Informationen und die Online-Anmeldung findest du unter aids-nrw.de.
24. September 2026 | Online
Zukunftswerkstatt im Gründungsprozess einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Migration
Die migrationsbezogene Arbeit ist in vielen Mitgliedsorganisationen der Aidshilfe NRW bereits heute ein wichtiger Bestandteil der täglichen Praxis. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse einer landesweiten Befragung, dass ein großer Bedarf an stärkerer Vernetzung, fachlichem Austausch und gemeinsamer Weiterentwicklung besteht. Insbesondere eine landesweite Koordination, der Austausch von Erfahrungen sowie die Entwicklung gemeinsamer Strategien und Materialien wurden als zentrale Handlungsfelder benannt. Um diesen Prozess gemeinsam zu gestalten, lädt die Aidshilfe NRW herzlich zum Online-Kick-off zur Zukunftswerkstatt im Gründungsprozess einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Migration ein. Weitere Informationen findest du unter nrw.aidshilfe.de.
25. bis 26. September 2026 | Kiel
Fachgipfel „Outreach Response for Community Access“
Aus dieser Veranstaltung soll ein regelmäßiges Format für den praxisnahen Austausch zu niedrigschwelliger Prävention, Testung sowie Outreach- und community-basierten Ansätzen in Deutschland und Europa entstehen. Die Veranstaltung ist nicht als klassische akademische Konferenz konzipiert, sondern als Plattform für praktischen Erfahrungsaustausch, Diskussion aktueller Herausforderungen und gemeinsame Entwicklung konkreter Lösungsansätze im Bereich HIV, STI und der Arbeit mit vulnerablen Gruppen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem niedrigschwellige und community-basierte Testangebote, mobile und aufsuchende Ansätze, Prävention und Beratung im Kontext von Chemsex und Substanzkonsum, digitales Outreach und Kommunikation, Zugang zu Gesundheitsdiensten für Migrant*innen und andere vulnerable Gruppen sowie praxisorientierte Modelle und Ansätze, die in unterschiedlichen Regionen Deutschlands und Europas adaptiert werden können. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter docs.google.com.
20. Oktober 2026 | Köln
Fachtag: „Wenn Beratung unter Druck gerät: Sicherheit, Strategien und Netzwerke für Fachfrauen“
Frauen* in der Beratungsarbeit sind zunehmend mit Anfeindungen, Abwertungen und gezielten Angriffen konfrontiert – sowohl im direkten Kontakt als auch im digitalen Raum. Diese Entwicklungen betreffen Fachkräfte aus unterschiedlichen Beratungsfeldern, etwa der Schwangerschaftskonfliktberatung, der Beratung bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, der Erziehungsberatung sowie der Frauen- und Mädchenberatung. Der Fachtag nimmt diese gemeinsamen Herausforderungen in den Blick und schafft einen geschützten Rahmen für Austausch, Reflexion und fachübergreifende Vernetzung. Ziel ist es, voneinander zu lernen, Handlungssicherheit zu stärken und nachhaltige Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln. Veranstalter ist das LVR-Dezernat Kinder, Jugend und Familie. Ein detailliertes Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.
12. bis 15. November 2026 | Waldschlösschen
Bundesweites Positiventreffen
Die Bundesweiten Positiventreffen sind ein Fortbildungsangebot für Menschen mit HIV. Neben Diskussionen sowie Fortbildungs- und Informationsangeboten zu wechselnden Schwerpunktthemen bieten sie viel Raum für Begegnung und den wichtigen informellen Austausch. Ziel ist es, die Selbsthilfearbeit von Menschen mit HIV zu stärken, den Erfahrungsaustausch zu fördern und Multiplikator*innen miteinander zu vernetzen. Das Novembertreffen steht Menschen mit HIV aus allen Communities offen. Anmeldemöglichkeit unter seminare.waldschloesschen.org.
30.November bis 4. Dezember 2026 | Waldschlösschen
Queere Geburtsvorbereitung und Eltern werden
In einem identitätssensiblen Raum verbindet dieser mehrtägige Kurs klassische Geburtsvorbereitung mit Themen queerer* Familiengestaltung und Solo-Elternschaft. Neben Wissen rund um Geburt, Wochenbett, Ernährung und Säuglingspflege stehen Ressourcen, Vernetzung und rechtliche Fragen im Mittelpunkt. Das gemeinsame Lernen, der Austausch in der Gruppe und das Rundum-Angebot vor Ort schaffen Raum für eine selbstbestimmte Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft. Weitere Informationen findest du unter seminare.waldschloesschen.org.
Aktion Mensch öffnet Antragsverfahren ab September wieder
Die Aktion Mensch wird die Antragstellung im DIAS-System zum 1. September 2026 nach der vorübergehenden Aussetzung in zahlreichen Förderangeboten wieder aufnehmen. Ergänzend zu den bereits geöffneten Förderprogrammen können dann auch Anträge für die neuen Förderangebote „Sport und Kultur vor Ort – Miteinander Begegnung schaffen“ sowie „Junge Menschen stärken“ gestellt werden. Für diese Programme gelten eine grundlegend überarbeitete Antrags- und Fördersystematik. Weiterführende Informationen stehen seit dem 1. Juni 2026 auf der Website der Aktion Mensch unter aktion-mensch.de zur Verfügung.
Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.
Der nächste Newsletter erscheint Ende September 2026
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Januar per E-Mail an Petra Hielscher.