XXelle Newsletter | März 2026
Liebe Leser*innen!
Auch in unserem Land erleben Frauen aufgrund bestehender Machtstrukturen nach wie vor Gewalt. Viele Taten werden nicht aufgedeckt, andere werden angezeigt, aber nicht alle Gewalterfahrungen werden geahndet, geschweige denn bestraft. Nach der aktuellen strafrechtlichen Regelung ist etwa eine Vergewaltigung in Deutschland nur dann strafbar, wenn die betroffene Person einen entgegenstehenden Willen erkennbar geäußert hat. Es liegt auf der Hand, dass diese Regelung an der psychologischen und rechtlichen Realität vorbeigeht. Die Aidshilfe NRW ist gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Einzelpersonen der Ansicht, dass Deutschland seine menschenrechtlichen Verpflichtungen erfüllen und Betroffene wirksam schützen muss.
Die Feminist Law Clinic hat eine Petition auf den Weg gebracht, die das Bundesjustizministerium auffordert, das Sexualstrafrecht zu reformieren und einen „Nur Ja heißt Ja“-Standard durch eine Reform des § 177 Abs. 1 StGB einzuführen. Das gegenseitige Einverständnis muss zum zentralen Maßstab bei der Bewertung sexueller Gewalt werden. Auf Initiative von XXelle hat die Aidshilfe NRW die Petition unterzeichnet. Als Selbsthilfeorganisation, die sich für und mit Minderheiten engagiert, sind wir nicht blind gegenüber jeglicher Gewalt, die an Frauen, queeren Menschen, Migrant*innen und Drogenkonsument*innen in Deutschland und überall auf der Welt verübt wird. Wir nutzen jede Gelegenheit, um Gewalt anzuprangern und alle Missstände auszuräumen, die zu Gewalt führen – in welcher Form sie sich auch immer äußert.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW
Erstmals evidenzbasierten Empfehlungen der Stilldauer
Reifgeborene Säuglinge sollen bis zum vollendeten sechsten Lebensmonat ausschließlich oder überwiegend gestillt werden. Auch nach Einführung der Beikost – spätestens mit Beginn des siebten Monats – soll weitergestillt werden. Die Gesamtstilldauer soll mindestens zwölf Monate betragen. Das sind die Empfehlungen einer neuen Leitlinie zur Stilldauer, der ersten systematisch entwickelten, evidenzbasierten Empfehlungen in Deutschland überhaupt, die von vielen Mediziner*innen sehr begrüßt werden. Weitere Informationen finden Sie unter deutsch.medscape.com.
Schnellerer Anstieg einer Insulinresistenz während der Menopause bei Frauen mit HIV
Frauen mit HIV zeigten in einer Analyse von Teilnehmerinnen der Women's Interagency HIV study (n>1200) in der späten Perimenopause und insbesondere in der Menopause einen schnelleren Anstieg der Insulinresistenz als Frauen ohne HIV. Dieser Anstieg war unabhängig von viszeraler Adipositas, unabhängig von einem Wechsel zu einem Integrase-Strangtransfer-Inhibitor (INSTI) oder einer Exposition gegenüber Tenofovir. Demnach haben Frauen mit HIV möglicherweise während des menopausalen Übergangs ein höheres Risiko für einen schnellen Anstieg der Insulinresistenz. Ein Diabetes-Screening in dieser Lebensphase ist sinnvoll. Die Ergebnisse der Studie (in englischer Sprache) finden Sie unter journals.lww.com.
Queermed Deutschland
Queermed Deutschland ist eine gemeinnützige Organisation, die queere Menschen und andere Menschengruppen dabei unterstützt, kompetente und diskriminierungssensible medizinische sowie psychotherapeutische Versorgung zu finden. Über das kostenfreie Online-Verzeichnis vermittelt Queermed Empfehlungen zu Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen und anderen Gesundheitsfachkräften. Darüber hinaus setzt sich Queermed für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Deutschland ein — durch Aufklärungsarbeit, Vernetzung und den Abbau von Barrieren im Gesundheitssystem. Das Portal finden Sie unter https://queermed-deutschland.de.
Befragung von geflüchteten Menschen
Im Rahmen des Projekts „Trans – Flucht – Gewalt“* findet eine Befragung von trans*, nicht-binären und gender-diversen Geflüchteten in NRW statt. Themen der vertraulichen und anonymen Befragung sind Sicherheit, Gewalt und Unterstützungsbedarfe. Da eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird, ist eine Anmeldung erforderlich. Das Formular finden Sie unter orms.gle.
Nur JA heißt JA – Sexualstrafrecht an internationale Menschenrechtsstandards anpassen
Die Feminist Law Clinic hat eine Petition auf den Weg gebracht, die das Bundesjustizministerium auffordert, das Sexualstrafrecht zu reformieren und ein konsensbasiertes Modell einzuführen. Konkret wird die Einführung eines konsensbasierten „Nur Ja heißt Ja“-Standards durch Reform des § 177 Abs. 1 StGB und die vollständige Umsetzung von Artikel 36 der Istanbul-Konvention gefordert. Dieser verpflichtet dazu, Einverständnis zum zentralen Maßstab bei der Bewertung sexueller Gewalt zu machen. Die Petition finden Sie unter innn.it.
Internationale Wochen gegen Rassismus
Die Deutsche Aidshilfe wird vom 17. bis 30. März 2026 eine Reihe von Online-Angeboten und Medien zum Thema Rassismus bereitstellen, sodass alle Mitglieder, Partner*innen und Interessierte aus Gesundheitswesen, Beratung und Betroffenenhilfe, aber auch Communitymitglieder geballt an Veranstaltungen teilnehmen können. Diese Angebote berücksichtigen intersektionale Diskriminierungsformen, die Traumata bei Betroffenen, ihren Familien sowie Mitarbeiter*innen in Aidshilfen und Beratungsinstitutionen hervorrufen können. Der Fokus der Veranstaltungen liegt auf den Themen Flucht, Migration sowie Trauma und mentale Gesundheit – Bereiche, die aus den Communities als zentral herausgearbeitet wurden. Menschenwürde zu schützen bedeutet auch, physische und psychische Gesundheit zu fördern. Weitere Informationen finden Sie unter hiv-migration.de.
Romería. Das Tagebuch meiner Mutter
Eine junge Frau schreibt ihre eigene Familiengeschichte. Romería ist ein Film über Selbstermächtigung, ein Drei-Generationen-Porträt über Scham, Schweigen und das Weitertragen verdrängter familiärer Erfahrungen mit Aids. Marina, 18, ist nach dem frühen Aids-Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufgewachsen. Weil sie Dokumente für einen Stipendienantrag benötigt, reist sie an die spanische Atlantikküste zur Familie ihres Vaters, die sie nie kennengelernt hat. Marina taucht ein in eine verwirrende, schwirrende Welt voller neuer Tanten, Onkeln, Cousins und Geschichten, die auf seltsame Weise von dem abweichen, was sie zu wissen glaubte. Ihre Ankunft rührt lange verschüttete Emotionen auf, verdrängte Gefühle, Scham, Schmerz und Zärtlichkeit. Für Marina beginnt, begleitet vom Tagebuch ihrer Mutter, eine aufwühlende Reise in das Leben ihrer Eltern und ihre eigenen Träume. Am 2. April kommt der Film deutschlandweit ins Kino.
Deine Gesundheit, Deine Rechte
Diese Broschüre der Deutschen Aidshilfe bietet Informationen, Tipps und Adressen zu den Themen Gesundheitssystem in Deutschland, sexuelle Gesundheit (Schutz, Untersuchung, Behandlung) sowie Schwangerschaft, Geburt und Schwangerschaftsverhütung. Sie ist in gedruckter Form bei der DAH erhältlich, das PDF finden Sie unter aidshilfe.de.
Positiv schwanger
Die Broschüre bietet werdenden Eltern mit HIV die wichtigsten Infos rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby. Sie informiert zu Untersuchungen, zur HIV-Therapie, zum Stillen und darüber, wie eine gute medizinische Versorgung gelingt – klar, stärkend und praxisnah. Sie ist in gedruckter Form bei der DAH erhältlich, das PDF finden Sie unter aidshilfe.de.
Die Geschichte des Kondoms
Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zufolge nutzten im Jahr 2024 53 Prozent der sexuell aktiven Erwachsenen in Deutschland Kondome. Damit ist das Kondom mit großem Abstand vor der Pille (38 Prozent) das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel. Wie und wann das Kondom entstand, von Leinenkleidern über geöltes Seidenpapier und Lamminnereien bis hin zum Silikon, findet sich in dem Artikel, in welchem Wolfgang Paik berichtet, welche Verhütungsmittel der Mann im Laufe der Geschichte ausprobiert hat. Den Artikel finden Sie unter deutsch.medscape.com.
6. bis 8. März 2026 | Hofgeismar
8. bis 10. Mai 2026 | Gelsenkirchen
Zweiteilige Buddyschulung 2026
Ein positives Testergebnis wird immer noch meist als Schock erlebt. Das liegt auch an den alten Bildern von Aids, die nach wie vor in vielen Köpfen sind. Besonders Jüngere kennen kaum Positive und haben keine realistische Vorstellung vom heutigen Leben mit HIV. Hier setzt unser Buddy-Projekt an, das Menschen mit frischer HIV-Diagnose bei den ersten Schritten ins positive Leben zur Seite steht. In dem zweiteiligen Seminar können sich erfahrene HIV-Positive auf ein Engagement als Buddy vorbereiten. Gemeinsam soll reflektiert werden, was in der ersten Zeit nach der HIV-Diagnose wichtig ist, was positiv Getesteten vermittelt werden soll, welche Herausforderungen sich für Buddys stellen und wie man ihnen begegnen kann. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
14 März 2026 | Köln
HIV-KONTROVERS
Es ist wieder soweit: Zum neunten Mal laden die Aidshilfe NRW und die Deutsche AIDS-Gesellschaft unter dem Motto "Interdisziplinär - interaktiv - kontrovers!" zur Fachtagung HIV-KONTROVERS ein. HIV-Test für alle: Ja oder nein? Long-Acting versus Strong-Acting? Hepatitis C: Sofort behandeln oder warten wir erst einmal ab, bis sie chronisch wird? Sexkaufverbot: Ein klares Signal gegen Menschenhandel oder der schnellste Weg in die Illegalität? Chemsex - Slamsex: Kontrollierter Konsum, erfolgreiche Strategie oder lediglich Utopie? HIV-Impfstoffforschung: Hoffnung oder ewige Sackgasse? KI und HIV: Effizienzgewinn oder Ethikfalle? Diese und andere Fragen werden im Rahmen von HIV-KONTROVERS Expert*innen aus der Medizin, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, der Aidshilfe und Positiven-Selbsthilfe kontrovers diskutieren. Unter nrw.aidshilfe.de finden Sie weitere Informationen sowie die Möglichkeit, sich online zur Fachtagung anzumelden.
19. bis 21. März 2026 | Hamburg
HIV/STI-Prävention in der Beratung von Menschen in der Sexarbeit
Im Alltag suchen Sexarbeitende aus den diversesten Arbeitsfeldern und mit unterschiedlichem Wissen und Fragen zu HIV, Hepatitis (HEP) und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) Beratungsstellen auf. Das Seminar unterstützt Berater*innen dabei, diese Themen effektiv aufzugreifen und die Präventionsarbeit bedarfsgerecht auszurichten. Es geht um die Übertragungswege, die Vorbeugung und die Behandlung von HIV, HEP und STIs. Medizinisches und praktisches Wissen über die verschiedenen Präventionsmethoden wird vermittelt. Neben Kondomen und Schutzimpfungen liegt ein Schwerpunkt auf der medikamentösen Prävention einschließlich PrEP, PEP und Schutz durch Therapie (TasP). Weiterer Inhalt der Schulung sind HIV/STI-Tests. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
21. März 2026 | Düsseldorf
Frauen im Fokus – Vielfalt. Gerechtigkeit. Zukunft.
Der Kampf für die Rechte von Frauen erforderte schon immer starke Verbündete und Zusammenschlüsse von Gleichgesinnten. Nur so lassen sich echte Verbesserungen erreichen. Der Frauenkongress der Grünen Landtagsfraktion NRW bietet Gelegenheit, gemeinsam über aktuelle Herausforderungen zu sprechen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Der Kongress richtet sich an alle, die sich für feministische Politik und gerechte Teilhabe interessieren und sich gemeinsam mit den Grünen für eine gleichberechtigte Gesellschaft stark machen wollen. Hier werden die vielfältigen Lebensrealitäten von Frauen im Land betrachtet und die aktuellen Hürden für eine gleichberechtigte Gesellschaft analysiert. Weitere Informationen finden Sie unter gruene-fraktion-nrw.de.
27. bis 29. März 2026 | Berlin
Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage
Seit vier Jahrzehnten sind die Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage eine der wichtigsten Plattformen für den interdisziplinären Austausch zu HIV, AIDS und Infektiologie. 2026 wird dieses besondere Jubiläum gefeiert – und das wieder zu Gast in Berlin! Weitere Informationen finden Sie unter aids-tage.de.
31. März 2026 | Online
Schluss mit den Mythen - Sexualität selbstbestimmt leben
Was ist eigentlich „echter“ Sex? Muss es immer Penetration sein? Und ist der Orgasmus bei Frauen wirklich so kompliziert – oder die Klitoris nur erbsengroß? Diese Online-Veranstaltung, organisiert vom Zentrum Sexuelle Gesundheit - Aidshilfe Osnabrück und dem Gleichstellungsbüro Osnabrück, räumt mit hartnäckigen Mythen rund um weibliche Sexualität auf. In entspannter Atmosphäre soll sich einem selbstbestimmten, vielfältigen Verständnis von Lust und Sexualität genähert werden. Die Teilnahme ist auch anonym möglich, ohne Kamera oder Wortbeiträge. Wer teilnehmen möchte, sende bitte eine E-Mail an vorzimmer16@osnabrueck.de.
10. bis 12. April 2026 | Attendorn
Achtsamkeit im Wandel – ein Wochenende für innere Stärke
Veränderungen, Unsicherheit und ständige Anforderungen prägen den Alltag – oft bleibt kaum Raum zum Durchatmen. Dieses Wochenende lädt Menschen mit HIV ein, zur Ruhe zu kommen, sich selbst wahrzunehmen und neue Kraft zu schöpfen. Es geht um Achtsamkeit in Bewegung und Stille: Körperwahrnehmung, Sitz- und Gehmeditation, einfache Dehnübungen und kleine Rituale für mehr Klarheit im Alltag. Kurze Impulse zeigen, wie Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zusammenwirken – und wie daraus Gelassenheit wachsen kann. So entsteht Raum, um neue Perspektiven auf innere und äußere Veränderungen zu entwickeln – und Resilienz als Haltung zu stärken. Weitere Informationen finden Sie unter nrw.aidshilfe.de.
13. April 2026 | Düsseldorf
Datenschutz im Verein
Selbsthilfeorganisationen und ihre Gliederungen (bis hin zu den Selbsthilfegruppen) haben die bestehenden Regelungen zum Datenschutz zu beachten. Leider sind sich viele Organisationen dessen noch nicht oder nicht hinreichend bewusst. Es ist aber sinnvoll und notwendig, dass sich ein Verein auch mit dieser Thematik befasst und den Datenschutz ernst nimmt. Drohen bei Verstößen doch durchaus schwerwiegende Konsequenzen wie Bußgeldzahlungen oder schlimmstenfalls sogar die Untersagung der Vereinstätigkeit. Das Tagesseminar verschafft einen Überblick über alle datenschutzrechtlichen Anforderungen, die für eine Selbsthilfeorganisation relevant sind. Weitere Informationen finden Sie unter bag-selbsthilfe.de.
14. April 2026 | Düsseldorf
Jahresempfang der Aidshilfe NRW
Im Rahmen der Veranstaltung überreicht der Landesvorstand "merk|würdig", den Ehrenamtspreis der Aidshilfe NRW. In einer Podiumsdiskussion wird die Frage erörtert, wie HIV-Spätdiagnosen in Deutschland verringert werden können und welche Auswirkungen der Rückzug der USA und anderer Nationen aus den internationalen Netzwerken und Organisationen auf das Erreichen der 95-95-95-0-Ziele von UNAIDS bis 2030 hat. Im Gespräch sind Christine Stegling (UNAIDS Bonn), Clara Lehmann (Uniklinik Köln), Silke Klumb (Deutsche Aidshilfe), Natali Rudi (Aidshilfe Oberhausen) und Ruweyda Hassan Ali (MiSSA Remscheid). Der Empfang beginnt um 19.00 Uhr im Düsseldorfer Maxhaus, Schulstraße 11, 40213 Düsseldorf. Anmeldungen unter empfang@nrw.aidshilfe.de.
15. April 2026 | Online
Fortbildung „HIV und Schwangerschaft“
Eine HIV-Diagnose bedeutet heute keine Einschränkung des Kinderwunsches mehr. Die frisch aktualisierten Leitlinien zu Schwangerschaft und Geburt bestätigen, was viele Ärzt*innen aus der Beratungspraxis seit Langem wissen: Unter wirksamer Therapie ist HIV nicht übertragbar – n = n (nicht nachweisbar = nicht übertragbar). Diese Online-Fortbildung dient dazu, die neuen Leitlinien in der Fachwelt bekannt zu machen. Anmeldung und Informationen bei Annika Hölschen von der Aidshilfe Essen, Telefon (0201) 10537-28, E-Mail: a.hoelschen@aidshilfe-essen.de.
16. bis 19. April 2026 | Waldschlösschen
Bundesweites Treffen für HIV-Positive im Erwerbsleben
Die Bundesweiten Positiventreffen sind ein Fortbildungsangebot für Menschen mit HIV. Das Treffen für HIV-positive Menschen im Erwerbsleben behandelt Themen rund um das Leben mit HIV im Berufsleben. Dazu werden anregende und kommunikationsfördernde Methoden und Formate angeboten: Austausch im Umgang mit HIV am Arbeitsplatz, Resilienz im Arbeitsalltag, gesund arbeiten. Die Workshops sind interaktiv, eigene Fragen, Wissen und Anregungen können eingebracht werden. Weitere Informationen finden Sie unter waldschloesschen.org.
24. bis 26. April 2026 | Frankfurt
HIV und Frauen - Medizinische Grundlagen mit den Schwerpunkten Schwangerschaft und Menopause
In dieser Veranstaltung wird medizinisches Wissen zu wichtigen gynäkologischen Themen, von Schwangerschaft und Geburt über Verhütung und Vorsorge bis hin zu Menopause und Wechseljahren, vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Informationen zu Prävention und sexuell übertragbaren Infektionen und zu den neuen Schwangerschaftsleitlinien. Referent*innen werden Annette Haberl und Angelika Tsang sein. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
13. Mai 2026 | Online
Intersektionalität
Intersektionalität bezeichnet die Überschneidung sowie Interdependenzen verschiedener Diskriminierungsformen. Eine intersektionale Perspektive eröffnet zum Beispiel pädagogischen Fachkräften einen neuen Blick auf Benachteiligungen und soziale Ungleichheiten. Das Web-Seminar klärt auf, was genau unter Intersektionalität zu verstehen ist und aus welchem Kontext das Konzept stammt. Die Veranstaltung richtet sich an alle Personen, die sich mit Grundlagenwissen zum Konzept der Intersektionalität vertraut machen möchten, insbesondere pädagogische Fachkräfte, Menschen aus der Beratung, Schulsozialarbeit. Weitere Informationen finden Sie unter gender-nrw.de.
14. bis 17. Mai 2026 | Grünberg
Bundesweites Treffen positiver heterosexueller Frauen und Männer
Das Treffen dient dem Erfahrungs- und Wissensaustausch rund um den Alltag mit der HIV-Infektion. Zugleich erhalten die Teilnehmer*innen Einblick in die Ziele und Aufgaben des Selbsthilfenetzwerks, was vor allem für diejenigen wichtig ist, die zum ersten Mal dabei sind. Einander zuhören, sich gegenseitig informieren, miteinander arbeiten, befähigt, um in Selbsthilfegruppen vor Ort und in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen als kompetente Multiplikator*innen wirken zu können. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
18. Mai 2026 | Online
Patriarchatskritik
Dieser Workshop bietet einen Raum zur kritischen Auseinandersetzung mit patriarchalen Logiken, Strukturen und Glaubenssätzen, die in uns allen – unabhängig von unserer Geschlechtsidentität – verinnerlicht sind. Ziel des Workshops ist es, die Wirkungen dieser Machtverhältnisse auf uns und unsere Praxis zu reflektieren, um möglichst macht- und diskriminierungskritische Handlungsoptionen zu erarbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter gender-nrw.de.
22. bis 25. Mai 2026 | Hamburg
Treffen für junge Erwachsene mit HIV von 18 bis 27 Jahren
Den richtigen Job, die eigene sexuelle und geschlechtliche Identität finden und lustvoll auszuleben, eine Zukunftsperspektive zu entwickeln oder in einem fremden Land zu leben, sind für viele junge Menschen spannende aber manchmal auch herausfordernde Aspekte des Lebens. Eine HIV-Infektion und damit das Leben mit einer chronischen Erkrankung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Es ist jedoch meist nicht die Sorge vor Krankheit und Tod, die Menschen mit HIV verunsichern, sondern häufiger die Sorge vor Ausgrenzung, Ablehnung und Diskriminierung. An diesem Wochenende sind alle Menschen mit HIV zwischen 18 und 27 Jahren, die in Deutschland leben, eingeladen, sich unabhängig von geschlechtlicher und sexueller Identität oder Herkunft über ihre Perspektive auf die eigene HIV-Infektion, über die gemachten Erfahrungen und Strategien auszutauschen und voneinander zu lernen. Weitere Informationen finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.
Der nächste Newsletter erscheint Ende April 2026
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Januar per E-Mail an Petra Hielscher.