
Selbsthilfe von Junkies, Ehemaligen und Substituierten
Drogengebraucher_innen besitzen ebenso wie alle anderen Menschen ein Recht auf Menschenwürde. Sie brauchen es sich nicht erst durch angepasstes und abstinentes Verhalten zu erwerben!
Drogengebraucher*innen besitzen ebenso wie alle anderen Menschen ein Recht auf Menschenwürde. Sie brauchen es sich nicht durch abstinentes und angepasstes Verhalten zu erwerben. Doch die Lebensrealität intravenös drogengebrauchender Menschen sieht anders aus. Die Bedingungen, unter denen die Konsumentinnen und Konsumenten illegalisierter Substanzen leben, sind alles andere als menschenwürdig und gesundheitsförderlich.
Die JES-Selbsthilfe-Struktur ist offen für aktuell drogengebrauchende Menschen, ehemalige Drogengebraucher*innen und substituierte Personen, sowie Sympathisant*innen. Innerhalb der JES-Struktur werden drogengebrauchende Menschen empowert für sich selbst und andere politisch aktiv und sichtbar zu werden. Forderungen zu äußern und etwas zu verändern. Sie setzten sich gegen Stigmatisierung und für die Entkriminalisierung von Drogengebrauchenden ein.
Die Selbsthilfe versteht sich als eigenverantwortliche und unabhängige Struktur, welche nicht per se die Aufgaben einer Drogenhilfeeinrichtung übernehmen kann und muss. Vielmehr sieht sie ihre Aufgaben in der gegenseitigen Unterstützung und Beratung auf Augenhöhe in der politischen Lobbyarbeit, in der Gesundheitsförderung und der Stärkung der Eigeninitiative (Hilfe zur Selbsthilfe). Selbsthilfeförderung hat den Anspruch, die Rahmenbedingungen für selbsthilfebezogene Aktivitäten zu fördern und zu stabilisieren.
Auf Landesebene versteht sich die JES-Selbsthilfe als Netzwerk zur Förderung regionaler Selbsthilfearbeit und Aktivismus und strebt an, die Interessen der oben genannten Personenkreise gegenüber Institutionen, Parteien und Verbände zu bündeln und zu vertreten und zu benennen.
Weitere Informationen finden Sie unter jesnrw.de.


