Selbstbestimmung, Lebensstilakzeptanz und Solidarität
Wir engagieren uns in der Beratung und Betreuung von Menschen in Haft für eine zeitgemäße Prävention in Haft sowie in der Fortbildung Bediensteter im Kontext gesundheitspräventiver Maßnahmen. Erfolge wie der Wegfall des Zwangsouting HIV-positiver Inhaftierter beim Umschluss in einigen Haftanstalten und das hohe Vertrauen, das wir bei vielen Inhaftierten und Bediensteten in den Gefängnissen genießen, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Wir arbeiten partizipativ und solidarisch mit den Menschen aus unseren Zielgruppen. Die Beteiligung stärkt nicht nur die Selbsthilfekompetenz der Menschen aus unseren Zielgruppen, sondern auch die Bedarfsorientierung und Qualität unserer Projekte. Dies beinhaltet sowohl die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensstile und-situationen als auch den akzeptierenden Ansatz im Kontext Drogen- und Substanzkonsum. Dies bedeutet, den Menschen an der Stelle zu unterstützen wo er grade steht und ebenfalls eigene Wege und Ziele zu unterstützen, die nicht ausschließlich mit lebenslanger Abstinenz verbunden sind. Dabei stützen wir uns auf wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass Abstinenzzwang eher abschrankend auf Hilfesuchende wirkt und auch nicht für jeden Menschen realisierbar ist.