XXelle Newsletter | Mai 2026
Liebe Leser*innen!
Antifeministische Positionen treten zunehmend offensiv auf und gewinnen gesellschaftlich an Einfluss. Rechte und auch andere Akteur*innen greifen feministische Errungenschaften gezielt an, stellen Vielfalt infrage und versuchen, emanzipatorische Debatten zu delegitimieren. Diese Entwicklungen betreffen auch die Aidshilfen. Denn Aidshilfearbeit war immer mehr als Prävention und Beratung: Sie steht für Solidarität, Selbstbestimmung sowie den Einsatz gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Frauen – insbesondere Frauen mit HIV – sind seit jeher ein wichtiger Teil der Aidshilfe. Deshalb gehört Feminismus nicht an den Rand, sondern ins Zentrum der Aidshilfearbeit.
Gerade jetzt braucht es eine gemeinsame Haltung. Die Deutsche Aidshilfe hat einen Prozess in Gang gesetzt, in welchem feministische Perspektiven sichtbarer gemacht und konkrete Handlungsmöglichkeiten für lokale Aidshilfen sowie den Bundesverband entwickelt werden sollen. An diesem Prozess ist auch die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen* und HIV/Aids in NRW beteiligt. Ziel ist ein praxisnahes Positionspapier, das Herausforderungen benennt, bestehende Lücken sichtbar macht und Wege aufzeigt, wie Aidshilfen feministischer handeln können – in Sprache, Strukturen, Angeboten und politischen Positionierungen.
Ein solches Papier soll Orientierung geben und zugleich das Bewusstsein dafür schärfen, wo Handlungsbedarf besteht: bei der Teilhabe marginalisierter Gruppen, im Umgang mit Sexismus und antifeministischen Angriffen sowie bei der Frage, wie Solidarität und Geschlechtergerechtigkeit im Arbeitsalltag aktiv gelebt werden können. Die geplante Einbringung des Positionspapiers auf der Mitgliederversammlung 2026 versteht sich dabei nicht als Abschluss, sondern als gemeinsamer Ausgangspunkt für eine stärkere feministische Praxis innerhalb der Aidshilfen.
Wir wünschen dir eine anregende Lektüre unseres Newsletters.
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW
Kampagnenstart: #AidshilfeBleibtStabil - im Knast, auf dem Strich und an der Seite aller, die sie brauchen
Die Deutsche Aidshilfe positioniert sich mit klaren Worten für Solidarität und gegen Menschenfeindlichkeit. HIV-Prävention baut auf Akzeptanz und Respekt. Mit der bundesweiten Kampagne #AidshilfeBleibtStabil setzt die Deutsche Aidshilfe ein Zeichen gegen zunehmende Menschenfeindlichkeit und für eine offene, solidarische Gesellschaft. Angriffe und Feindlichkeit treffen besonders die Gruppen, für die Aidshilfe seit Jahrzehnten Prävention und Antidiskriminierungsarbeit macht: Menschen mit HIV, queere Menschen, darunter zum Beispiel schwule Männer und trans Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Sexarbeiter*innen, Drogen konsumierende Menschen, Menschen in Haft. Aus jahrzehntelanger Erfahrung und unzähligen Studien wissen wir: Diskriminierung schwächt Menschen und macht krank. Das gilt auch für den Schutz vor Infektionskrankheiten. Nur wenn Menschen sicher und selbstbestimmt leben können, funktioniert auch HIV-Prävention. Hintergrundinformationen und Beteiligungsmöglichkeiten findest du unter magazin.hiv.
Sprechstunde HIV+ SCHWANGER
Ab sofort bietet das Frauen- und Familienzentrum der Aidshilfe Köln eine kostenfreie, wöchentliche Sprechstunde zum komplexen Thema „HIV und Schwangerschaft“ an. Ob HIV-Positiv oder Fachkraft aus Medizin und Beratung: In dieser Sprechstunde sind wir telefonisch und per Mail erreichbar und sprechen mit dir über Kinderwunsch & Schwangerschaft, Geburt & Stillen und die Neo-PEP (Vorsorge für das Neugeborene). Anschlusstermine sind persönlich oder digital möglich. Die Hotline ist mittwochs zwischen 16.00 und 18.00 Uhr unter 0173 7004789 erreichbar. Die E-Mailadresse lautet ffz@aidshilfe-koeln.de.
„Pflege? – Wir wollen es wissen!“
Wie erleben Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter*, queere Personen und Menschen mit HIV den Übergang in die Pflege? Welche Ängste begleiten Menschen mit HIV, wenn sie auf fremde Hilfe angewiesen sind? Was belastet ihre pflegenden An- und Zugehörigen? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Bundesfachstelle Pflege und Alter(n) von LSBTIQ* und Menschen mit HIV eine bundesweite Online-Umfrage gestartet. Die Umfrage richtet sich an pflegebedürftige LSBTIQ*, an pflegebedürftige Menschen mit HIV sowie an deren pflegende An- und Zugehörige. Du findest die Umfrage unter soscisurvey.de/lsbtiq-pflege.
„Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Pflege“
Die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) hat einen E-Learning-Kurs entwickelt, der für die Lebenswelten von LSBTIQ* und Menschen mit HIV sensibilisiert. Anhand von Videos, Testimonials, Biografiearbeit und praxisnaher Inhalte thematisiert er Diskriminierung sowie die Geschichte und die Begriffe der LSBTIQ*-Community. Die Teilnahme ist kostenfrei und kann jederzeit begonnen werden. Weitere Informationen findest du unter schwuleundalter.de.
Trans* Frauen und XXelle. Beziehung auf den zweiten Blick
„Ich habe im Sommer meine große OP, und da ist es mir tatsächlich wichtig, andere Frauen zu kontakten, die da schon ein bisschen weiter sind als ich. Aber normalerweise ist es mir egal, ob ich von einem Mann oder einer Frau beraten werde. Hauptsache, die Person hat Ahnung von Trans* - und das sind halt meistens Menschen aus der trans* Community.“ Diese Aussage einer trans*Frau aus NRW verdeutlicht: Auf den ersten Blick scheinen zwei Welten aus dem Aidshilfe-Kosmos wenig miteinander zu tun zu haben. Hier XXelle, die historisch auf cis* Frauen ausgerichtete Frauenpräventionsarbeit der Aidshilfen; dort trans*spezifische Peerstrukturen mit eigener Expertise und eigenen Zugängen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass im Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen Kooperationen entstehen können, die für beide Seiten sinnvoll sind. Einen Artikel hierzu findest du im Journal XXelle unter nrw.aidshilfe.de.
„AIDS in Zeiten der Liebe“
Die Dokumentation „AIDS – In Zeiten der Liebe“ über den Bühnenkünstler Heiko Zolchow und seinen Partner Dirk Nawrocki erinnert an eine außergewöhnliche deutsch-deutsche Geschichte und an ein besonderes Beziehungsgeflecht. Johannes Nichelmann montiert Archivmaterial – private Fotos, Ausschnitte aus Dirk Nawrockis Filmauftritten, aber auch Dokumentarisches zum Leben in der DDR und den Reaktionen auf Aids in der BRD – mit Zeitzeug*inneninterviews. Bebildert werden diese Originaltöne zudem mit überzeugend umgesetzten Spielszenen. Daraus fügt sich nicht nur ein sehr feinfühliges und offenherziges Doppelporträt dieses besonderen Paares. Die Lebensgeschichten der mit ihm verbundenen Menschen machen deutlich, wie tiefgreifend Aids in den Achtziger- und Neunzigerjahren wirkte – und das sogar bis in die Gegenwart hinein. Wie Menschen in diesen unsicheren Zeiten es verlernten, wieder eine eigene Zukunft zu haben, wie unverarbeitete Trauer und verdrängte Ängste ein Weiterleben sabotierten. Wenn aus Angst vor beruflichen Nachteilen die eigene HIV-Infektion verschwiegen werden musste. Der sehenswerte Dreiteiler von Johannes Nichelmann ist ab sofort in der ZDF-Mediathek zu sehen unter zdf.de.
Ausstellungen zum Thema "Sexarbeit"
Sehr gerne machen wir auf die sehenswerte Ausstellung "SEX WORK. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit" in der Bundeskunsthalle in Bonn aufmerksam. Gemeinsam mit einem Kollektiv forschender Sexarbeiter*innen wird Kunst, Kulturgeschichte und Archivmaterial präsentiert, orientiert an einem zentralen Prinzip: Nichts über uns ohne uns! Die Ausstellung setzt Schlaglichter auf Kunst- und Kulturgeschichte ebenso wie auf gesellschaftspolitische Themen der Gegenwart. Zusammen mit Sexarbeitenden kreiert, ermöglicht die Ausstellung historische und aktuelle Einblicke in die Sexarbeit sowie Perspektiven auf Arbeits- und Menschenrechte. Die Ausstellung ist bis zum 25. Oktober 2026 zu sehen. Nähere Informationen findest du unter bundeskunsthalle.de. In Frankfurt am Main ist zurzeit die Ausstellung „Sex-Workers – Das ganz normale Leben“ von Tim Oehler zu sehen. Die Ausstellung basiert auf einem 288 Seiten starken Bildband, in dem der Fotograf 30 Sexarbeiter*innen porträtiert hat: 30 Menschen, die als Escort, als Domina oder Dominus, als Tantra-Masseur*innen, als Fetisch-Ärzt*innen, als Stripper*innen oder Bondage-Spezialist*innen tätig sind. Die Ausstellung zeigt ungewöhnliche Einblicke in eine tabuisierte Arbeitswelt und gewährt ehrliche Einblicke in die Arbeits- und Lebensrealität von Sexarbeitenden. Diese Ausstellung ist nur noch bis zum 7. Juni 2026 zu sehen. Nähere Informationen findest du unter sex-workers.de.
FUMA DIGITAL
Die FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW hat eine Plattform online gestellt, über die man zu einem kostenlosen Selbstlernkurs gelangt, um im Themenfeld von Gender und Diversität Kompetenz zu erwerben. Über die Homepage kann man sich zunächst auch nur orientieren und ein Bild darüber verschaffen, wo überall Gender und Diversität in unserem Alltag vorkommen. Die Homepage von FUMA findest du unter fumadigital.de.
27. Mai 2026 | Köln
HIV und Frauen – gesund durch Schwangerschaft und Stillzeit. Perspektiven aus Praxis, Medizin und Politik
Anlässlich des Internationalen Tages der Frauengesundheit laden die Aidshilfe Köln, die Deutsche AIDS-Stiftung und ViiV Healthcare gemeinsam zu dieser Fach- und Austauschveranstaltung ab 14:30 Uhr im Café Bach der Aidshilfe Köln (Pipinstraße 7, 50667 Köln) ein. Im Mittelpunkt stehen die Situation von Frauen mit HIV während Schwangerschaft und Stillzeit sowie die Frage, wie medizinische, psychosoziale und politische Rahmenbedingungen weiter verbessert werden können. Ziel der Veranstaltung ist es, die Sichtbarkeit von Frauen mit HIV zu stärken, den Dialog zwischen Praxis, Medizin und Politik zu fördern und Impulse für eine nachhaltige Stärkung der Frauengesundheit im Kontext HIV zu setzen. Die Anmeldemöglichkeit findest du unter forms.office.com.
Mai 2026 | Online
Älterwerden mit HIV – Rechtliche Grundlagen und Versorgung im Alltag
Menschen mit HIV erreichen heute ein immer höheres Lebensalter. Damit gewinnen rechtliche und organisatorische Fragen rund um Pflege und Unterstützung zunehmend an Bedeutung. Berater*innen und Betroffene stehen vor neuen Herausforderungen: Wie wird ein Antrag bei der Pflegeversicherung gestellt? Welche Leistungen gibt es und welche Aufgaben übernehmen Pflegedienste? Wie lässt sich ein verlässliches Unterstützungsnetzwerk im Alter aufbauen? Diese Onlineveranstaltung vermittelt praxisnahes Wissen zu zentralen rechtlichen Grundlagen und Versorgungsstrukturen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter seminar.aidshilfe.de.
5. Juni 2026 | Online
PrEP bei Frauen (einschl. Sexarbeiterinnen)
Nach wie vor wissen viele Frauen* nichts von der HIV-PrEP – oder nur so wenig, dass sie nicht in der Lage sind, eine informierte Entscheidung dafür oder dagegen zu treffen. In dieser kompakten online-Fortbildung werden Multiplikator*innen dazu befähigt, Frauen* über die PrEP aufzuklären. Sowohl die medizinischen Fakten als auch Community-Wissen werden vermittelt. Wie funktioniert die PrEP bei Frauen (cis und trans)? Bei wem sollte ich PrEP proaktiv ansprechen und wie kann ich das tun? Welche Besonderheiten gibt es bei Sexarbeiterinnen? Was sind typische Fragen von Frauen* in Bezug auf PrEP und wie können sie beantwortet werden? Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
5. Juni 2026 | Online
Gerechte Geburtshilfe: Konzepte gegen rassistische Barrieren
Viele Schwarze, migrantische und PoC Patient*innen erleben in gynäkologischer Versorgung und Geburtshilfe subtile und offene Ausgrenzung: ignorierte Schmerzen, stereotype Annahmen über Familienplanung, sprachliche Barrieren, fehlende Repräsentation in Behandlungsentscheidungen. Solche Erfahrungen sind keine Einzelfälle, sondern Folgen institutioneller und alltäglicher rassistischer Praktiken, die zu schlechterer Versorgung, verzögerten Diagnosen und traumatischen Geburtserlebnissen führen können. Dieser Workshop möchte dafür sensibilisieren und Handlungsstrategien entwickeln. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de/.
10. Juni 2026 | Online
„Unter Druck – Wie Soziale Organisationen Angriffe erkennen und abwehren“
Diese Veranstaltung vermittelt konkrete Strategien und praxistaugliche Werkzeuge, um Organisationen im Angriffsfall handlungsfähig zu halten, Kommunikation gezielt zu steuern und Unterstützung zu mobilisieren. Grundlage ist ein von der Initiative Zukunft Demokratie e.V. entwickelter Leitfaden, der typische Angriffsmethoden sowie erprobte Gegenmaßnahmen und Kommunikationsempfehlungen bündelt – inklusive direkt einsetzbarer Vorlagen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Inhalte: gängige Angriffsmethoden auf zivilgesellschaftliche Organisationen erkennen und einordnen, präventive Maßnahmen und Notfallpläne entwickeln und abstimmen, Krisenkommunikation situationsgerecht gestalten, Angriffe auf Social-Media-Kanälen und bei Veranstaltungen abwehren, Solidaritätsbekenntnisse von Mitgliedern und Bündnispartner*innen gezielt mobilisieren sowie interaktive Szenario-Übungen zur Stärken- und Bedarfsanalyse im eigenen Verband. Weitere Informationen findest du unter paritaetische-akademie-nrw.de.
4. Juli 2026 | Köln
CSD-Empfang 2026
Gemeinsam mit dem Queeren Netzwerk NRW lädt die Aidshilfe NRW auch in diesem Jahr wieder zum CSD-Empfang ein. Etwa 800 geladene Gäste aus unseren Mitgliedsorganisationen, aus kooperierenden Verbänden, aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur nehmen an der Veranstaltung teil. Neben politischen Reden sowie einem vielfältigen Programm aus Comedy und Musik verleiht das Queere Netzwerk NRW im Rahmen des CSD-Empfangs den Preis „Die Kompassnadel.“ Mit der Kompassnadel wird 2026 die CSD-Bewegung in Deutschland ausgezeichnet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter queeres-netzwerk.nrw.
13. bis 16. August 2026 | Magdeburg
Positive Begegnungen - Konferenz zum Leben mit HIV
Die Positiven Begegnungen bieten Gelegenheit, über alle Herausforderungen des Lebens mit HIV zu diskutieren - gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus Aidshilfen, An- und Zugehörigen, Mitarbeitenden aus dem Gesundheitswesen und natürlich der großen Vielfalt von Menschen mit HIV. Zentrale Themen werden unter anderem das Älterwerden mit HIV, der Umgang mit Diskriminierung, Mental Health, Selbsthilfe und Empowerment sein. Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter seminar.aidshilfe.de.
16.bis 19. August 2026 | Waldschlösschen
Bundesweites Positiventreffen für Langzeitpositive und ältere Menschen mit HIV
Die Bundesweiten Positiventreffen sind ein Fortbildungsangebot für Menschen mit HIV. Das Treffen im Sommer richtet sich an Langzeitpositive und ältere HIV-positive Menschen. Wir haben keine Definition, ab welchem Alter bzw. welchem Zeitraum seit der Diagnose das Treffen geeignet ist. Die Themenschwerpunkte des Treffens drehen sich um Frühverrentung, Schwerbehinderung, Altersrente, aber auch um den Umgang mit Sexualität, Einsamkeit, Partnerschaft und anderen Veränderungen im Laufe des Lebens mit HIV. Weitere Informationen findest du unter waldschloesschen.org.
21. bis 23. August 2026 | Waldschlösschen
Tage der positiven Selbsthilfe – Ein Barcamp für Menschen mit HIV
Das Barcamp soll ein Forum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten. Es soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich mit anderen Menschen mit HIV/Aids zu vernetzen, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Weitere Informationen findest du unter waldschloesschen.org.
4. bis 6. September 2026 | Attendorn
Stärke, Austausch, Leichtigkeit. Treffen für heterosexuell lebende Menschen mit HIV
Dieser Kurs stellt die Bedürfnisse heterosexuell lebender Menschen mit HIV in den Mittelpunkt. Eingeladen sind alle, die mit ihrer persönlichen Geschichte neue, stärkende Erfahrungen machen möchten in einem sicheren Rahmen, der Vertrauen, Offenheit und gegenseitigen Respekt fördert. Im gemeinsamen Austausch entsteht Raum sich zu begegnen, Geschichten zu teilen, neue Perspektiven zu entdecken und sich selbst mit Mitgefühl zu erleben. Kreative Methoden, Körper- und Wahrnehmungsübungen sowie Meditationen unterstützen dabei, den eigenen Weg mit HIV bewusster und lebendiger zu gestalten. Zugleich sind Paare mit unterschiedlichem HIV-Status zu einem gemeinsamen Wochenende in einem geschützten Raum für Austausch, Verständnis und gegenseitige Stärkung eingeladen. Vermittelt werden aktuelle, entlastende Informationen zu HIV-Diskordanz und U=U, geboten wird ein Raum für Fragen und Erfahrungen sowie Impulse zu Kommunikation, Nähe, Sexualität und Sicherheit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Umgang mit Stigma, Offenheit und den Herausforderungen des Alltags – immer mit Blick auf individuelle Ressourcen und die gemeinsame Zukunft. Die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter nrw.aidshilfe.de.
23. September 2026 | Dortmund
Fachtag HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW
Die AG Aidsprävention - HIV/STI in NRW lädt zu einem Fachtag zur HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW ein. Beteiligt sind die Gesundheitsämter, die Aidshilfen und andere freie Träger sowie das Land. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Gesundheitsämtern, Aidshilfen und weiteren relevanten Einrichtungen und Projekten sowie an Mediziner*innen und medizinisches Fachpersonal. Weitere Informationen und die Online-Anmeldung findest du unter aids-nrw.de.
25. bis 26. September 2026 | Kiel
Fachgipfel „Outreach Response for Community Access“
Aus dieser Veranstaltung soll ein regelmäßiges Format für den praxisnahen Austausch zu niedrigschwelliger Prävention, Testung sowie Outreach- und community-basierten Ansätzen in Deutschland und Europa entstehen. Die Veranstaltung ist nicht als klassische akademische Konferenz konzipiert, sondern als Plattform für praktischen Erfahrungsaustausch, Diskussion aktueller Herausforderungen und gemeinsame Entwicklung konkreter Lösungsansätze im Bereich HIV, STI und der Arbeit mit vulnerablen Gruppen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem niedrigschwellige und community-basierte Testangebote, mobile und aufsuchende Ansätze, Prävention und Beratung im Kontext von Chemsex und Substanzkonsum, digitales Outreach und Kommunikation, Zugang zu Gesundheitsdiensten für Migrant*innen und andere vulnerable Gruppen sowie praxisorientierte Modelle und Ansätze, die in unterschiedlichen Regionen Deutschlands und Europas adaptiert werden können. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter docs.google.com.
20. Oktober 2026 | Köln
Fachtag: „Wenn Beratung unter Druck gerät: Sicherheit, Strategien und Netzwerke für Fachfrauen“
Frauen* in der Beratungsarbeit sind zunehmend mit Anfeindungen, Abwertungen und gezielten Angriffen konfrontiert – sowohl im direkten Kontakt als auch im digitalen Raum. Diese Entwicklungen betreffen Fachkräfte aus unterschiedlichen Beratungsfeldern, etwa der Schwangerschaftskonfliktberatung, der Beratung bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, der Erziehungsberatung sowie der Frauen- und Mädchenberatung. Der Fachtag nimmt diese gemeinsamen Herausforderungen in den Blick und schafft einen geschützten Rahmen für Austausch, Reflexion und fachübergreifende Vernetzung. Ziel ist es, voneinander zu lernen, Handlungssicherheit zu stärken und nachhaltige Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln. Veranstalter ist das LVR-Dezernat Kinder, Jugend und Familie. Ein detailliertes Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.
Besonderes Organ LiNa des Queeren Netzwerks NRW
Im Zuge der Fusion des Queeren Netzwerks NRW mit der LAG Lesben NRW im Jahr 2023 entstand das Besondere Organ LiNa (Lesben in NRW aktiv). Es rückt die spezifischen Anliegen und Perspektiven von Lesben in den Fokus, indem es eine Plattform für Vernetzung, Austausch und politische Arbeit bietet. Seit Neuestem hat das Besondere Organ LiNa seinen eigenen Reiter auf der Webseite des Queeren Netzwerks NRW. Dort findet sich auch eine Chronik, die die Geschichte von der Entstehung der LAG Lesben NRW bis hin zur Gründung des Besonderen Organs LiNa innerhalb des Queeren Netzwerks NRW beschreibt. Alles Weitere findest du unter queeres-netzwerk.nrw.
Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.
Der nächste Newsletter erscheint Ende Juni 2026
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Januar per E-Mail an Petra Hielscher.