XXelle Newsletter | September 2026
Liebe Leser*innen!
Medizinisches Wissen ist wichtig. Entscheidend ist dabei jedoch, wie es zum Einsatz kommt. Die Kölner Allgemeinmedizinerin und Infektiologin Dr. Katja Römer verbindet beides: langjährige Erfahrung in der HIV-Medizin und ein konsequentes Engagement dafür, dass Frauen mit HIV ihre Gesundheit und ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Seit vielen Jahren begleitet sie Menschen mit HIV. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Frauen mit HIV. Mit XXelle im Rheinland ist sie eng verbunden, engagiert sich ehrenamtlich und bringt ihre medizinische Expertise dort ganz praktisch ein – etwa in digitalen Angeboten für Frauen mit HIV, die sie auf Deutsch, Englisch und jetzt auch auf Französisch mitgestaltet.
Dabei geht es ihr nicht allein um medizinische Fakten. Es geht darum, zuzuhören, verständlich zu erklären und Sicherheit zu geben. Komplexe Zusammenhänge so zu vermitteln, dass Patientinnen ihre Möglichkeiten verstehen und eigene Entscheidungen treffen können. Gerade bei HIV, wo medizinische Fragen noch immer mit Stigmatisierung und gesellschaftlichen Vorurteilen verbunden sein können, ist das von besonderer Bedeutung. Für dieses Engagement wurde Katja Römer 2025 mit der XXelle-Nadel ausgezeichnet. Die Ehrung würdigte ihren langjährigen Einsatz für Frauen mit HIV und ihre besondere Rolle dabei, Wissen, Beratung und Selbstbestimmung miteinander zu verbinden. Auch über XXelle hinaus bringt Katja Römer umfassende Erfahrung in der HIV- und Infektionsmedizin mit.
Von 2018 bis 2024 gehörte sie dem Vorstand der DAGNÄ, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin, an. Seit diesem Sommer bringt sie diese Perspektiven in das Kuratorium der Aidshilfe NRW ein. Wir freuen uns, in Katja Römer eine Frau in unseren Reihen zu haben, die medizinische Expertise nicht als Selbstzweck versteht, sondern als Grundlage für gute Beratung, Teilhabe und selbstbestimmte Entscheidungen. Herzlich Willkommen, liebe Frau Römer!
Petra Hielscher und Guido Schlimbach
Frauen und HIV/Aids
Aidshilfe NRW
Aidshilfe NRW trauert um Michael Jähme
Die Aidshilfe NRW trauert um Michael Jähme. Der langjährige Aktivist, ehemalige Landesvorsitzende und Ehrenmitglied der Aidshilfe NRW ist am 13. August 2026 im Alter von 67 Jahren infolge eines Bergunfalls gestorben. Über Jahrzehnte prägte Michael Jähme die Aidshilfe- und Schwulenbewegung in Nordrhein-Westfalen. Er setzte sich engagiert und streitbar für die Rechte und die Würde von Menschen mit HIV, gegen Stigmatisierung und Diskriminierung sowie für die schwule Selbstvertretung und Emanzipation ein. Die Aidshilfe NRW wird ihn als wichtigen Zeitzeugen, engagierten Mitstreiter und Wegbegleiter in Erinnerung behalten. Sein Wirken reicht über seinen Tod hinaus. Einen ausführlichen Nachruf liest du unter nrw.aidshilfe.de.
„Gesundheit ist ein Menschenrecht, Solidarität rettet Leben!“ – Menschen mit HIV setzen ein Zeichen gegen Ausgrenzung
Rund 300 Menschen mit HIV und Unterstützer*innen haben in Magdeburg für Menschenrechte, eine solidarische Gesellschaft und gegen Diskriminierung demonstriert. Unter dem Motto „Menschen mit HIV gegen rechts – grenzenlos und solidarisch!“ richtete sich die Kundgebung auch gegen den zunehmenden Rechtsruck und die Ausgrenzung von Minderheiten. Zugleich machten die Teilnehmenden auf die Folgen weltweiter Kürzungen bei Maßnahmen gegen HIV aufmerksam. Ihre zentrale Botschaft: Medizinische Versorgung muss allen Menschen offenstehen – unabhängig von Aufenthaltsstatus oder Krankenversicherung. Der Protest war Teil der Selbsthilfekonferenz „Positive Begegnungen“ und führte zu Orten, die für Demokratie, Emanzipation und den Kampf gegen rechte Gewalt stehen. Weitere Informationen findest du unter nrw.aidshilfe.de.
HIV-Therapie: Reicht künftig eine Tablette pro Woche?
Eine neue Kombination aus Islatravir und Lenacapavir könnte die HIV-Therapie deutlich vereinfachen: In Studien hielt eine einmal wöchentlich eingenommene Tablette die Viruslast bei bereits gut eingestellter HIV-Infektion ebenso wirksam unter Kontrolle wie eine tägliche Standardtherapie. Ein Blick auf die Studiendaten und die mögliche Bedeutung für die zukünftige HIV-Behandlung findest du unter deutsch.medscape.com.
BioNTech: Weniger Umsatz – und eine neue Hoffnung auf Heilung von HIV?
Bei BioNTech gehen die Einnahmen weiter zurück: Im ersten Halbjahr 2026 lagen sie deutlich unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig setzt das Unternehmen große Hoffnungen auf neue Medikamente gegen Krebs und HIV. Das Ziel bei HIV: Das Virus soll nicht nur unterdrückt, sondern möglichst ganz aus dem Körper entfernt werden. Dafür wird an einem neuen Ansatz geforscht, der das Virus gezielt angreifen und dauerhaft beseitigen soll. Noch ist eine Heilung nicht in Sicht, doch die Forschung könnte neue Wege eröffnen. Was hinter BioNTechs Plänen steckt und wie realistisch die Hoffnung auf eine Heilung ist, darüber liest du unter deutsch.medscape.com.
Vaginal Wellness: Hype oder echte Hilfe?
Probiotika, „Vaginal Health“ und Co. boomen in den sozialen Medien. Doch was steckt wirklich hinter dem Trend – und was davon hält einer wissenschaftlichen Prüfung stand? Ein Blick auf die aktuelle Evidenz zeigt, was Lactobazillen leisten können, wo die Grenzen liegen und warum nicht jedes Wellness-Versprechen hält, was es verspricht. Von der bakteriellen Vaginose bis zu Candida-Infektionen: Eine medizinische Einordnung zur tatsächlichen Rolle des vaginalen Mikrobioms und wann Vorsicht bei vermeintlichen Wundermitteln geboten ist findest du unter deutsch.medscape.com
Meldestelle Antifeminismus dokumentiert Vorfälle
Die Meldestelle Antifeminismus hat im Jahr 2025 insgesamt 640 antifeministische Vorfälle dokumentiert. Besonders stark nahmen Vorfälle mit misogynen Motiven (+60 Prozent auf 166 Fälle) sowie im Bereich geschlechtsspezifischer Gewalt (+35 Prozent auf 113 Fälle) zu. Die Meldestelle geht zudem von einem deutlich größeren Dunkelfeld aus, da nicht alle Vorfälle erfasst oder gemeldet werden. Knapp ein Drittel der dokumentierten Fälle ereignete sich im digitalen Raum. Neben Bedrohungen und der Verbreitung von Hass und Misogynie wurden auch neue Formen geschlechtsspezifischer Gewalt sichtbar, unter anderem durch den Einsatz von KI-basierten Bild- und Videogeneratoren. Zugenommen haben außerdem gezielte Angriffe auf Frauenorganisationen, Beratungsstellen, Gleichstellungsbeauftragte und weitere zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Dokumentiert wurden unter anderem Bedrohungen, Sachbeschädigungen, sexualisierte Übergriffe und die Veröffentlichung geschützter Adressen. Das „Zivilgesellschaftliche Lagebild Antifeminismus 2025“ zeigt damit, wie vielfältig und zunehmend organisiert antifeministische Angriffe auftreten. Weitere Informationen findest du unter antifeminismus-melden.de.
Zeugnisverweigerungsrecht für die Soziale Arbeit: Fälle sichtbar machen
Sozialarbeiter*innen begleiten Menschen häufig in besonders belastenden Lebenssituationen. Dafür braucht es Vertrauen – doch Fachkräfte können als Zeug*innen vorgeladen und zur Aussage verpflichtet werden. Seit Jahren fordert die Soziale Arbeit deshalb ein eigenes Zeugnisverweigerungsrecht. Eine neue Meldestelle soll sichtbar machen, wie häufig solche Situationen vorkommen und welche Belastungen damit verbunden sind. Die gesammelten Erfahrungen sollen die fachliche und politische Arbeit für ein Zeugnisverweigerungsrecht stärken. Das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit (BfZ) bittet Praktiker*innen um Unterstützung unter zeugnis-verweigern.de.
Coming-Out-Days, RESPECT!-Kampagne und Wanderausstellung: Angebote von blick*
Die Landesfachstelle blick* für LSBTIAQ*-Strukturen im ländlichen Raum macht auf drei aktuelle Angebote aufmerksam. Gerade im ländlichen Raum sind Beratungsstellen und soziale Einrichtungen wichtige Anlaufstellen für queere Menschen und tragen dazu bei, Unterstützung sichtbar und erreichbar zu machen: Coming-Out-Days, Beratungsangebote, Treffs und Veranstaltungen können über den Veranstaltungskalender der Coming-Out-Days sichtbar gemacht werden. Einrichtungen sind eingeladen, ihre Angebote einzutragen. Weitere Informationen findest du unter blick-landesfachstelle.de. Ein neuer Kurzfilm der RESPECT!-Kampagne zeigt, wie ein einfaches Zeichen der Solidarität queere Menschen im ländlichen Raum unterstützen kann. Die Kampagne bringt Regenbogen-Symbole an öffentliche Türen und möchte regionale Unterstützungsnetzwerke stärken. blick* lädt dazu ein, den Film zu teilen und sich an der Kampagne zu beteiligen, siehe dazu unter blick-landesfachstelle.de. Die Ausstellung „Feldwege zum Coming-out“ ist als Wanderausstellung unterwegs und kann an verschiedenen Orten gezeigt werden. Informationen zur Ausstellung „Feldwege zum Coming-out“ findest du unter hblick-landesfachstelle.de.
Landesantidiskriminierungsgesetz NRW: Mehr Schutz vor Diskriminierung durch staatliche Stellen
Der Landtag NRW hat am 16. Juli 2026 das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG NRW) beschlossen. Voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2026 soll es Menschen besser vor Diskriminierung durch öffentliche Stellen des Landes schützen und damit eine Lücke schließen, die das bisherige Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nicht abdeckt. Das neue Gesetz sieht unter anderem eine Ombudsstelle und klarere Regeln für den Nachweis von Diskriminierung vor. Was ändert sich konkret und welche Bedeutung hat das Gesetz für die Arbeit von Beratungsstellen und sozialen Organisationen? Besonders relevant ist dabei, welche Möglichkeiten Betroffene künftig haben, sich gegen diskriminierendes Handeln staatlicher Stellen zu wehren. Zugleich gibt es Ausnahmen und Einschränkungen, etwa für kommunale Behörden sowie Gerichte und Staatsanwaltschaften. Die Stellungnahme der LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW zum Gesetzentwurf findest du unter freiewohlfahrtspflege-nrw.de/fileadmin, den Text des Landesantidiskriminierungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (LADG NRW) findest du unter landtag.nrw.de.
Rassismus und Queerfeindlichkeit in NRW: Neuer Bericht zeigt Ausmaß von Diskriminierung
Wie häufig kommt es in Nordrhein-Westfalen zu rassistischen und queerfeindlichen Vorfällen und wer ist besonders betroffen? Der neue gemeinsame Bericht des Meldestellenverbundes NRW gibt erstmals einen Überblick über die Daten der vier spezialisierten Meldestellen für das Jahr 2025. Insgesamt gingen 871 Meldungen ein, rund 700 davon wurden als diskriminierende Vorfälle eingestuft. Besonders auffällig: Bei Mehrfachdiskriminierungen wird am häufigsten Sexismus genannt. Frauen, trans Personen und nichtbinäre Menschen sind dabei überproportional häufig betroffen. Die gemeinsame Auswertung macht sichtbar, welche Formen von Diskriminierung auftreten und welche Personengruppen besonders häufig damit konfrontiert sind. Den gemeinsamen Bericht des Meldestellenverbundes NRW sowie den Jahresbericht Queerfeindlichkeit des MIQ NRW findest du unter miq.nrw.
Neue Medien zur PrEP
Die Deutsche Aidshilfe hat neue Online-Medien zur PrEP veröffentlicht. Sie informieren über die Prä-Expositions-Prophylaxe als selbstbestimmten Schutz vor HIV und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Kurzinfos zur PrEP in acht Sprachen – auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch, Rumänisch, Türkisch, Ukrainisch und Französisch: PrEP – selbstbestimmter Schutz vor HIV – eine Broschüre für alle, die sich für die PrEP interessieren, sowie PrEP auf Privatrezept – Informationen insbesondere für niedergelassene und Gesundheitsamts-Ärzt*innen, die PrEP verschreiben möchten. Alle drei Medien erhältst du auch als Printversion im Shop der Deutschen Aidshilfe unter aidshilfe.de.
Sexuelle Bildung
Sexuelle Bildung ist ein Menschenrecht – doch sie steht zunehmend unter Druck. Die neue Ausgabe des pro familia magazins dokumentiert die Vorträge und Diskussionen einer Fachtagung 2026 in Offenbach und beleuchtet aktuelle Herausforderungen in der sexuellen Bildung. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der Einfluss des rechten Kulturkampfs auf die Sexualpädagogik, der Umgang mit digitalen Medien und die Frage, wie Menschen aktiv an sexueller Bildung beteiligt werden können. Welche Entwicklungen beschäftigen die Fachwelt und wie kann sexuelle Bildung vielfältig, demokratisch und zugänglich bleiben? Die Beiträge geben Einblicke in aktuelle Debatten und zeigen, warum sexuelle Bildung für eine offene Gesellschaft unverzichtbar ist. Weitere Informationen findest du unter profamilia.de.
23. September 2026 | Dortmund
Fachtag HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW
Die AG Aidsprävention - HIV/STI in NRW lädt zu einem Fachtag zur HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW ein. Beteiligt sind die Gesundheitsämter, die Aidshilfen und andere freie Träger sowie das Land. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Gesundheitsämtern, Aidshilfen und weiteren relevanten Einrichtungen und Projekten sowie an Mediziner*innen und medizinisches Fachpersonal. Weitere Informationen und die Online-Anmeldung findest du unter aids-nrw.de.
25. September 2026 | Online
Erste Hilfe und rechtliche Regelungen bei sexualisierter Gewalt
Die Online-Fortbildung vermittelt Grundlagen für den Umgang mit sexualisierter Gewalt und richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus der Aidshilfearbeit sowie an Menschen, die mit Frauen und Sexarbeiter*innen arbeiten. Im Mittelpunkt stehen die Erste Hilfe und rechtliche Regelungen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt. Referent*innen sind Dr. Linh Steffen, Sonja Obermüller und Alana Stahlmann. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
25. bis bis 26. September 2026 | Kiel
Fachgipfel „Outreach Response for Community Access“
Aus dieser Veranstaltung soll ein regelmäßiges Format für den praxisnahen Austausch zu niedrigschwelliger Prävention, Testung sowie Outreach- und community-basierten Ansätzen in Deutschland und Europa entstehen. Die Veranstaltung ist nicht als klassische akademische Konferenz konzipiert, sondern als Plattform für praktischen Erfahrungsaustausch, Diskussion aktueller Herausforderungen und gemeinsame Entwicklung konkreter Lösungsansätze im Bereich HIV, STI und der Arbeit mit vulnerablen Gruppen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem niedrigschwellige und community-basierte Testangebote, mobile und aufsuchende Ansätze, Prävention und Beratung im Kontext von Chemsex und Substanzkonsum, digitales Outreach und Kommunikation, Zugang zu Gesundheitsdiensten für Migrant*innen und andere vulnerable Gruppen sowie praxisorientierte Modelle und Ansätze, die in unterschiedlichen Regionen Deutschlands und Europas adaptiert werden können. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du unter docs.google.com.
29. September 2026 | Online
Digitale Gewalt - Erscheinungsformen erkennen und Klient*innen kompetent beraten
Bedrohungen, Überwachung, das Veröffentlichen privater Bilder oder ständige Kontrolle über digitale Kanäle: Gewalt kann heute auch online stattfinden und ist für Betroffene oft schwer zu erkennen und einzuordnen. Wie lässt sich digitale Gewalt erkennen, und was brauchen Betroffene, um sich wirksam zu schützen? Ein Online-Seminar der Deutschen Aidshilfe zeigt verschiedene Formen digitaler Gewalt und vermittelt Wissen für eine kompetente Beratung. Im Mittelpunkt stehen dabei auch die besonderen Herausforderungen geschlechtsspezifischer Gewalt im sozialen Umfeld. Weitere Informationen findest du unter seminar.aidshilfe.de.
30. September 2026 | Online
Online-Event für Frauen* mit HIV: Therapie, Nebenwirkungen und mehr
Welche HIV-Therapien gibt es aktuell – und was ist bei Frauen* besonders zu beachten? Bei der kostenlosen Online-Veranstaltung mit Dr. med. Katja Römer geht es um aktuelle Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen und persönliche Therapieentscheidungen. Auch Kinderwunsch, Schwangerschaft, Stillen, Wechseljahre und der Schutz durch die Therapie kommen zur Sprache. Eine gute Gelegenheit, Fragen zu stellen, Informationen zu bekommen und sich mit anderen Frauen* auszutauschen. Die Teilnahme ist selbstverständlich anonym möglich. Anmeldung bis zum 28. September unter hannah@sexualitaet-vielfalt.de.
6. Oktober 2026 | Online
„Top-Tipps fürs Älterwerden mit Stil“ – Gesundes Altern für positive Frauen*
Älterwerden bringt viele Fragen mit sich: Was macht die HIV-Medikation langfristig mit dem Körper und wie lassen sich Knochen, Herz und Hormone gut unterstützen? Dr. Anja Masuhr gibt praktische Tipps für ein gesundes Älterwerden und nimmt sich Zeit für Fragen und persönlichen Austausch. Im Mittelpunkt stehen dabei auch Veränderungen, die Frauen* mit HIV im Laufe des Lebens beschäftigen können. Ein Abend zum Informieren, Austauschen und Fragenstellen – ganz ohne Tabus. Die Teilnahme ist anonym und wird honoriert. Weitere Informationen findest du unter gaebler-lab.com.
8. Oktober 2026 | Online
„Wie politisch darf gemeinnützig sein?“ – Politisches Engagement rechtssicher gestalten
Darf sich eine gemeinnützige Organisation politisch äußern und für ihre Anliegen einsetzen? Und wo liegen die rechtlichen Grenzen? Das Webinar des Paritätischen gibt einen Überblick darüber, was im Rahmen der Gemeinnützigkeit erlaubt ist und räumt mit verbreiteten Missverständnissen rund um politische Neutralität auf. Anhand konkreter Beispiele geht es darum, wie soziale Organisationen ihre Werte vertreten, auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen und sich politisch engagieren können, ohne die Gemeinnützigkeit zu gefährden. Auch Fragen zum politischen Engagement in Wahlkampfzeiten werden aufgegriffen. Im Anschluss gibt es Raum für Austausch und Diskussion. Weitere Informationen findest du unter der-paritaetische.de.
9. Oktober 2026 | Bielefeld
„Wie man sich trotz allem wohlfühlen kann“ – Workshop für Menschen mit HIV
Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit findet ein Workshop für Menschen mit HIV statt. Unter dem Titel „Wie man sich trotz allem wohlfühlen kann“ geht es um körpertherapeutische Übungen und Möglichkeiten zur Stressregulation im Alltag. Im Mittelpunkt stehen das Nervensystem, verschiedene Zustände von Stress und Anspannung sowie praktische Übungen, um sich in belastenden Situationen wieder sicherer zu fühlen. Die Teilnehmenden lernen dabei einfache Methoden für eine persönliche „körpertherapeutische Hausapotheke“ kennen. Anmeldungen sind bis zum 2. Oktober möglich unter der Rufnummer 0521 133388.
20. Oktober 2026 | Köln
Fachtag: „Wenn Beratung unter Druck gerät: Sicherheit, Strategien und Netzwerke für Fachfrauen“
Frauen* in der Beratungsarbeit sind zunehmend mit Anfeindungen, Abwertungen und gezielten Angriffen konfrontiert – sowohl im direkten Kontakt als auch im digitalen Raum. Diese Entwicklungen betreffen Fachkräfte aus unterschiedlichen Beratungsfeldern, etwa der Schwangerschaftskonfliktberatung, der Beratung bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, der Erziehungsberatung sowie der Frauen- und Mädchenberatung. Der Fachtag nimmt diese gemeinsamen Herausforderungen in den Blick und schafft einen geschützten Rahmen für Austausch, Reflexion und fachübergreifende Vernetzung. Ziel ist es, voneinander zu lernen, Handlungssicherheit zu stärken und nachhaltige Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln. Veranstalter ist das LVR-Dezernat Kinder, Jugend und Familie. Ein detailliertes Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.
30. Oktober bis 1. November 2026 | Attendorn
POSITHIV HANDELN NRW: Positiventreffen mit Feldenkrais und Theater
Im Mittelpunkt des landesweiten Positiventreffens stehen Solidarität, Vielfalt und ein selbstverständliches und selbstbewusstes Leben mit HIV. Das Wochenende bietet zwei Workshops: Im Feldenkrais-Workshop geht es um Körperwahrnehmung, Beweglichkeit und die eigenen Möglichkeiten, Veränderungen aktiv zu gestalten. Der Theater-Workshop lädt dazu ein, spielerisch Mut als Ressource für Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Lebensfreude zu erkunden. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich. Weitere Informationen findest du unter nrw.aidshilfe.de.
27. bis 29. November 2026 | Königswinter
Empowerment-Seminar für Frauen* mit HIV – drei Tage am Rhein mit Kinderbetreuung
Wie lässt sich ein lustvolles und selbstbestimmtes Leben mit HIV gestalten? Bei diesem mehrtägigen Seminar können sich Frauen* in einem vertrauten Rahmen austauschen, neue Perspektiven gewinnen und gemeinsam darüber sprechen, was sie im Leben mit HIV bewegt. Geleitet wird das Seminar von den Aktivistinnen und Sexualberaterinnen Johanna Verhoven und Alexandra Frings. Im Mittelpunkt stehen Empowerment, Austausch und die eigenen Bedürfnisse – besonders auch für Frauen*, die sich im Leben mit HIV noch orientieren. Eine Übersetzung ins Englische ist bei Bedarf möglich. Fahrtkosten und Kinderbetreuung können auf Antrag übernommen werden. Infos und Anmeldung findest du unter seminar.aidshilfe.de.
Neue Fördermöglichkeiten für das Ehrenamt in NRW
Die neugegründete Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW unterstützt ehrenamtliches Engagement und fördert gemeinnützige Projekte mit finanziellen Mitteln. Gemeinnützige Organisationen mit NRW-Bezug können sich seit dem 1. August 2026 im neuen Förderportal registrieren. Seit dem 1. September können dort auch Förderanträge eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das Förderportal der Stiftung. Erste Informationen zu den Fördermöglichkeiten findest du unter bingo-ehrenamtsstiftung.nrw.
Förderung für Projekte mit älteren Menschen mit HIV
Gemeinsam fördern Deutsche AIDS-Stiftung und ViiV Healthcare im kommenden Jahr Projekte, die ältere Menschen mit HIV stärken und unterstützen. Als ältere Menschen gelten in diesem Förderprogramm Personen ab 55 Jahren. Pro Projekt stehen Fördermittel von bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Anträge können bis zum 31. Dezember 2026 eingereicht werden. Bis zum 10. Februar 2027 wird über die Förderung informiert. Die Projekte können ab dem 1. März 2027 starten und werden für maximal zwölf Monate bis zum 29. Februar 2028 gefördert. Zum Abschluss findet am 6. März 2028 eine gemeinsame Vernetzungs- und Awareness-Veranstaltung statt, bei der die geförderten Projekte ihre Arbeit vorstellen können. Bei Fragen steht Benjamin Schmitz unter 0228 604 69-21 zur Verfügung.
Ausschreibungen im Landesverband
Aktuelle Ausschreibungen der Aidshilfe NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie befreundeter Organisationen finden Sie unter ahnrw.de.
Der nächste Newsletter erscheint Ende Oktober 2026
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese bis Mitte Oktober per E-Mail an Petra Hielscher.