Freie Wohlfahrtspflege NRW: Haushalt 2027 löst Unterfinanzierung sozialer Infrastruktur nicht
| Aidshilfe NRW
Die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen bewertet den Entwurf des Landeshaushalts 2027 mit gemischten Gefühlen. Positiv ist, dass die Landesregierung auf größere Kürzungen verzichtet und in einzelnen Bereichen zusätzliches Geld vorsieht. Insgesamt bleibt die soziale Infrastruktur jedoch strukturell unterfinanziert, da viele Förderprogramme trotz steigender Personal- und Sachkosten lediglich fortgeschrieben werden. „Der Haushaltsentwurf stabilisiert viele soziale Angebote auf niedrigem Niveau. Das verhindert zwar neue Kürzungen, löst aber…

Landesantidiskriminierungsgesetz NRW: Richtig und wichtig! Schutzlücken geschlossen
| Aidshilfe NRW
Der Paritätische NRW begrüßt das Landesantidiskriminierungsgesetzes NRW (LADG). Statement von Christian Woltering, Vorstand des Paritätischen NRW, anlässlich des Inkrafttretens zum 1. Oktober 2026: „Mit dem Gesetz werden endlich Schutzlücken geschlossen, die durch die bisherige Gesetzgebung nicht abgedeckt waren. Es gilt für staatliche Behörden des Landes wie die Schulen und Teile der Polizei. Das Gesetz stärkt die Rechte von Menschen, die durch staatliches Handeln benachteiligt werden. Richtig und wichtig! Denn wie der Jahresbericht der Antidiskriminierungsberatung NRW für 2025 gezeigt hat,…

Neue Leitlinie zu HIV und Nervensystem: Was drinsteht, was fehlt
| Aidshilfe NRW
Im Mai 2026 ist die überarbeitete Leitlinie „Diagnostik und Therapie HIV-1-assoziierter neurologischer Erkrankungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie erschienen. Sie richtet sich an Neurolog*innen und beschreibt, wie Erkrankungen des Nervensystems bei Menschen mit HIV erkannt und behandelt werden sollen. Solche Leitlinien sind wichtig. Sie bestimmen mit, was in der Sprechstunde passiert, welche Untersuchungen gemacht werden und welche Therapie vorgeschlagen wird. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

HIV heilen? Wo die Forschung heute steht
| Aidshilfe NRW
Schlagzeilen zur Heilung von HIV tauchen regelmäßig auf. Mal geht es um Gentherapie, mal um Antikörper oder um gentechnisch veränderte Immunzellen. Für Menschen mit HIV können solche Meldungen Hoffnung machen, manchmal aber auch verwirrend sein. Ist eine Heilung tatsächlich in greifbarer Nähe? Oder werden Erwartungen geweckt, die die Forschung noch gar nicht erfüllen kann?

Kuratorium der Aidshilfe NRW diskutiert über die Situation drogenkonsumierender Menschen in NRW-Städten
| Aidshilfe NRW
Am Dienstagnachmittag kam das Kuratorium der Aidshilfe NRW im Düsseldorfer Landtag zu seiner diesjährigen Sitzung zusammen. Neben aktuellen Fragen der Verbandsarbeit stand insbesondere die Situation drogenkonsumierender Menschen in Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt. Angesichts der sich verschärfenden Lage in den offenen Drogenszenen vieler Städte, unter anderem am Kölner Neumarkt, diskutierte das Gremium über notwendige strukturelle Verbesserungen in der Gesundheits- und Suchthilfe.

Umfrage HIV/STI Angebote für Frauen in NRW
| Aidshilfe NRW
Diese Umfrage dient dazu, einen Überblick über die Angebote im HIV/STI-Kontext für Frauen in NRW zu bekommen. Sie richtet sich an alle Einrichtungen, die solche Angebote haben oder einrichten möchten. Die Ergebnisse werden auf dem Fachtag "HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW", der am 23. September 2026 im Gesundheitsamt Dortmund stattfinded, präsentiert.

Tausende demonstrieren beim Queer March in Köln
| Aidshilfe NRW
Zwei Wochen nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD sind am Sonntag in Köln tausende Menschen für die Rechte und Sicherheit queerer Menschen auf die Straße gegangen. Der „Queer March“ führte unter dem Motto „Haltung ist hot“ von der Deutzer Werft durch die Innenstadt bis zum Friesenplatz. Das Kölner Bündnis, zu dem unter anderem die Aidshilfe Köln und ColognePride gehören, hatte die Demonstration als Reaktion auf den Anschlag organisiert.

AIDS 2026 in Rio: Klare Botschaft, fehlender politischer Wille
| Aidshilfe NRW
Die 26. Welt-Aids-Konferenz AIDS 2026 in Rio de Janeiro hat deutlich gemacht, was durch massive internationale Kürzungen der HIV-Prävention auf dem Spiel steht: die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte und Millionen Menschenleben. Wissenschaft, Zivilgesellschaft und betroffene Communitys haben gemeinsam nach Lösungen gesucht. Ihre Botschaft an Regierungen und Pharmaunternehmen war eindringlich: Die Welt darf im Kampf gegen HIV nicht nachlassen.

Regierungen entscheiden über Leben wie meines
| Aidshilfe NRW
„Es ist immer unmöglich, nach Erika zu sprechen“, sagte kürzlich eine Diskussionsteilnehmerin bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in New York City, beeindruckt von den treffenden und berührenden Worten ihrer Vorrednerin. In Rio de Janeiro saß Erika Castellanos am 27. Juli 2026 bei der Eröffnungspressekonferenz der Welt-Aids-Konferenz auf dem Podium, um die Community-Perspektive zu vertreten. Und wieder fand sie einzigartige Worte. Die Deutsche Aidshilfe dokumentiert hier den Redebeitrag der HIV- und Trans-Aktivistin und Geschäftsführenden Direktorin der Organisation GATE…

Dem Hass keinen weiteren Millimeter! (Stellungnahme des Queeren Netzwerk NRW zum islamistischen Terrorangriff auf den CSD Berlin)
| Aidshilfe NRW
Wenn friedlich demonstrierende Menschen auf einem CSD angegriffen und getötet werden, ist das nicht nur ein Anschlag auf queere Communitys, sondern auch ein Angriff auf die Demokratie. Der islamistische Anschlag zerstört und bedroht die Würde des Menschen, die körperliche Unversehrtheit, die Versammlungs- und Meinungsfreiheit – und verneint bewusst die Gleichwertigkeit queerer Menschen. Der Kampf gegen jede Form von Extremismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dieser Kampf gehört jeden Tag auf die politische Agenda und nicht nur dann, wenn Menschen verletzt und getötet werden.
